Trotz Wachstums in meisten Weltregionen

Porsche verkauft 2024 weniger Autos - China-Geschäft bricht ein

Der Sportwagenbauer kämpft vor allem mit schwachen Geschäften in China. Andere Weltregionen schließen hingegen mit einem Plus ab.

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Stand

Der Sportwagenhersteller Porsche aus Stuttgart hat im vergangenen Jahr 2024 weniger Autos verkauft als im Vorjahr. Die weltweiten Auslieferungen sanken um 3 Prozent auf rund 310.700 Fahrzeuge, wie das mehrheitlich zum VW-Konzern gehörende Unternehmen in Stuttgart mitteilte. 2023 wurden noch 320.221 Autos verkauft.

Porsche: Geschäft nach China bricht ein - Mehr Sportwagen verkauft

Porsche sei in vier von fünf Weltregionen gewachsen, darunter auch in Deutschland. Lediglich in China gab es den Angaben zufolge ein kräftiges Minus von 28 Prozent auf 56.887 Fahrzeuge. "Der Rückgang ist vor allem auf die weiterhin herausfordernde Wirtschaftslage in dieser Region zurückzuführen", erklärte der Autobauer. China war bislang der drittstärkste Absatzmarkt für die Stuttgarter.

In Deutschland gab es ein deutliches Plus bei den Autoverkäufen. Das Unternehmen verzeichnete hier einen Zuwachs von 11 Prozent. In Nordamerika, dem zweitwichtigsten Absatzmarkt, stagnierte die Zahl der Verkäufe.

Porsche steigert Verkauf von elektrifizierten Autos leicht

Immerhin hat Porsche vergangenes Jahr weltweit mehr elektrifizierte Sportwagen verkauft. Ihr Anteil erhöhte sich von 22 Prozent auf 27 Prozent. Das absatzstärkste Modell insgesamt war der Cayenne, aber auch der Porsche 911 erzielte demnach einen Bestwert. Vertriebsvorstand Detlev von Platen sagte, mit der Produktpalette sei der Hersteller für Kunden attraktiv. "Gleichzeitig wissen wir natürlich, dass die wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen uns in 2025 stärker denn je fordern werden", sagte von Platen laut einer Mitteilung.

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Weniger verkaufte Autos auch bei Mercedes

Auch beim Stuttgarter Autobauer Mercedes-Benz gingen im vergangenen Jahr die Verkaufszahlen zurück - insgesamt verkaufte das Unternehmen weltweit knapp 2,4 Millionen Pkw und Vans. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 4 Prozent, wie Mercedes-Benz am Freitag mitteilte. Einen deutlichen Einbruch gab es dabei beim Absatz von Elektroautos - hier wurden 23 Prozent weniger verkauft als im Vorjahr. Wie bei Porsche ging außerdem vor allem das China-Geschäft zurück. Dort brachen die Verkäufe der Pkw-Sparte Mercedes-Benz Cars im Gesamtjahr um 7 Prozent ein - auch wenn das Unternehmen dort im vierten Quartal 3 Prozent mehr Autos verkaufte als im Vorjahreszeitraum. Für die großen deutschen Autobauer ist China der wichtigste Absatzmarkt.

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SWR