Am späten Samstagabend ist ein Auto am Fähranleger Neuburgweier bei Rheinstetten (Kreis Karlsruhe) in den Rhein gefahren und untergegangen. Es handelt sich um die Fähre, die nach Neuburg im Kreis Germersheim (Rheinland-Pfalz) übersetzt. Augenzeugen hatten den Vorfall beobachtet und den Notruf gewählt. Am Sonntagnachmittag wurde das Auto geborgen. Der 82-jährige Fahrer kam ums Leben, er war der einzige Insasse.
Starke Strömung behindert Bergung im Rhein
Laut Feuerwehr waren insgesamt mehr als 130 Einsatzkräfte von Wasserschutzpolizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und DLRG für Rettungs- und Bergungsmaßnahmen vor Ort. An der Suche waren nach offiziellen Angaben auch ein Sonarboot, ein Tauchroboter und eine Drohneneinheit beteiligt. Der Rhein wurde für den Schiffsverkehr vorübergehend gesperrt.
Aufgrund der starken Strömung sei es nach Angaben der Feuerwehr zunächst nicht möglich gewesen, das Auto zu bergen oder in seine Nähe zu gelangen. Der Einsatz sei in der Nacht gegen 2:30 Uhr zwischenzeitlich eingestellt worden.
Polizei geht von Unfall aus
Am Sonntagmorgen wurden die Bergungsmaßnahmen fortgesetzt, der Rhein musste für den Schiffsverkehr erneut gesperrt werden. Laut Polizei konnte ein Peilboot das versunkene Auto schließlich unweit des Zollhauses in Neuburgweier orten. Am Nachmittag wurde das Fahrzeug dann mithilfe eines Krans auf einem Bergeschiff aus dem Rhein gehoben.
Der Fahrer befand sich im Auto, es handelt sich nach Polizeiangaben um einen 82-Jährigen, der seit Samstag in Bad Bergzabern (Rheinland-Pfalz) als vermisst gemeldet wurde und orientierungslos war. Die Polizei geht aktuell von einem Unfall aus. Die Ermittler prüfen jetzt unter anderem, ob der mutmaßliche Unfall im Zusammenhang mit einer Schranke am Fähranleger steht und werten Video-Aufnahmen einer Feier aus, die in der Nähe stattfand.