Meist Rettung von erschöpften Schwimmern

Einsatz bei jeder Strömung: Feuerwehr Mannheim übt Wasserrettung

Rettung auf oder auch unter dem Wasser: Die Mannheimer Feuerwehr hat am Mittwoch durchgespielt, wie sie Menschen aus Neckar und Rhein rettet.

Stand

Von Autor/in Christian Scharff

Die Mannheimer Feuerwehr hat am Mittwochvormittag am Museumsschiff im Neckar die Rettung von erschöpften Schwimmern oder bereits untergegangenen Personen geübt. Das Löschboot "Metropolregion" war zusammen mit Tauchern und einem kleinen Motorboot im Einsatz.

Übung in Mannheim: So läuft eine Wasserrettung ab

Die Rettung von erschöpften Schwimmern hat grundsätzlich zwei Szenarien: Der Mensch treibt noch auf dem Wasser: Dann versucht ein schnelles Motorboot ihn zu erreichen. In ruhigen Gewässern kommt dabei auch ein Wasserscooter zum Einsatz, der Retter schnell durchs Wasser zieht. Wie die Person dann ins Boot geholt wird, wie die Abläufe im Einzelnen sind, das muss ständig geübt werden.

Auch wie die Rettung oder Bergung von bereits untergegangenen Menschen funktioniert spielten Taucher bei der Übung am Neckar direkt am Museumsboot durch.

Wasserrettung in Mannheim
Die Taucher Michael Schmitt (vorne im Neoprenanzug) und Max Keller im Trockenanzug vor ihrem Übungseinsatz

Die Feuerwehrleute gehen in Rhein und Neckar im Prinzip bei jeder Strömung ins Wasser, bestätigte Simon Berger, der bei der Berufsfeuerwehr Manheim für die Wasserrettung zuständig ist.

Prinzipiell gehen wir bei jeder Strömung ins Wasser rein und versuchen die Person zu retten.

Simon Berger war früher selbst als Taucher im Einsatz. Er weiß, was die Kollegen unter Wasser erwartet: Kaum Sicht, Strömung und zurzeit etwa 10 bis 14 Grad kaltes Wasser, je nach Tiefe. Die Strömung beträgt im träge dahin fließenden Neckar 0,1 Meter pro Sekunde; bei Hochwasser im Extremfall bis zu 6 Meter pro Sekunde. Viel zu sehen gibt es unten nicht, bestätigt Taucher Max Keller.

Wasserrettung
Allein der Weg ins Wasser ist mit der schweren Ausrüstung schon eine Herausforderung

Feuerwehrtaucher mit einer Leine verbunden

Er ist beim Einsatz mit einer 80 Meter langen Leine mit dem Ufer verbunden. Auch kratziger Sprechfunk ist über die Verbindung möglich. Die Taucher üben in Neoprenanzügen oder in Trockenanzügen, die auch bei großer Kälte gut isolieren.

An diesem Mittwochvormittag läuft alles wie geplant. Die Taucher schreiben sich eine Übungsstunde auf, von denen sie pro Jahr etliche ableisten müssen. Alle Beteiligten wissen am Ende wieder ein Stück besser, was sie im Ernstfall tun müssen.

Fachtagung in Mannheim geplant

Die Übung passt gut in die Zeit, denn Ende Oktober treffen sich Fachleute aus ganz Deutschland in Mannheim zu einer Fachtagung zur Wasserrettung.

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