Diskussion bei "Zur Sache Baden-Württemberg"

SPD fordert Gehalt für pflegende Angehörige

Viele Menschen, die Pflege benötigen, bekommen diese zu Hause von ihren Angehörigen. Für ihre Kosten und Arbeitszeit werden diese aber nicht entlohnt. Die SPD will das ändern.

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Von Autor/in Ruben Moratz

Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Florian Wahl, fordert, dass pflegende Angehörige ein Gehalt vom Staat bekommen sollen. In der SWR-Sendung "Zur Sache Baden-Württemberg" sagte Wahl am Donnerstag, eine solche Lohnersatzleistung sei auch eine Frage des Respekts. Bis zu 2.400 Euro sollten Menschen vom Staat bekommen, wenn sie ihre Angehörigen in Vollzeit zu Hause pflegen.

Über die Situation von Pflegenden und Gepflegten in Baden-Württemberg berichtete der SWR in der Sendung "Zur Sache Baden-Württemberg" am Donnerstag (15.1.).

Konzept nach österreichischem Vorbild

Der SPD-Politiker sagte, er habe bereits ein für Baden-Württemberg passendes Konzept geschrieben. Die Idee für das Gehalt für pflegende Angehörige kommt aus dem österreichischen Burgenland. Dort habe sich Wahl, der auch Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Landtag ist, darüber informiert. Er finde es nicht in Ordnung, dass pflegende Angehörige aktuell für die von ihnen geleistete Arbeit nicht entlohnt werden.

Eine Möglichkeit zur Pflege ist eine sogenannte Pflege-WG:

CDU-Politikerin für Entlastung pflegender Angehöriger

Die CDU-Politikerin Maria-Lena Weiss, selbst stellvertretendes Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bundestags, stimmte Wahl in der SWR-Sendung teilweise zu. Sie denke auch, dass eine steuerfinanzierte Entlastung für pflegende Angehörige eingeführt werden müsse, sagte Weiss. Dabei zog sie einen Vergleich zur Systematik des Elterngelds, das ebenfalls einen Ersatz für Lohnausfall darstellt, wenn sich Eltern um ihre Kinder kümmern.

Von jetzt auf gleich sei ein solches Gehalt für pflegende Angehörige aber nicht realistisch, so Weiss. Deshalb sei ein Einstieg und dann ein Anheben des Satzes Schritt für Schritt richtig und wichtig.

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Natalja Kurz
Portraitfoto Natalja Kurz, SWR

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