Es bleibt zunächst kalt

Wenige Unfälle in BW wegen Sturmtief Elli: Schneepflug stürzt Abhang hinunter

Ein umgestürzter Schneepflug, ein feststeckender Bus und umgestürzte Bäume: Trotz Warnungen blieb das große Chaos am Samstag aus. Am Sonntag ist es im ganzen Land eiskalt.

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Stand

Trotz Unwetterwarnungen vor Schnee und Glätte ist es in der Nacht auf Samstag zu vergleichsweise wenigen Unfällen gekommen. Im Nordschwarzwald stürzte ein Schneepflug einen Abhang hinunter. Zudem gab es mehrere Unfälle mit Blechschäden. Auch in der Nacht auf Sonntag sorgten die winterlichen Verhältnisse überwiegend für Blechschäden. Mehrere Menschen wurden bei Unfällen leicht verletzt.

In Neufra im Kreis Sigmaringen geriet ein Pkw ins Rutschen, durchfuhr ein Grundstück und wurde von einen Bahnschranke gestoppt. Fahrer und Beifahrerin wurden laut Polizei leicht verletzt. Die Bahnschranke wurde beschädigt, blieb aber funktionsfähig. In Horben im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald überschlug sich ein Fahrzeug auf glatter Straße. Die sieben Insassen seien aber unverletzt geblieben, so die Polizei.

Dichter Schneefall bei Elzach (Kreis Emmendingen) auf der B294 in Richtung Mühlenbach.
Dichter Schneefall am Samstagabend bei Elzach (Kreis Emmendingen) auf der B294 in Richtung Mühlenbach.

Wetteraussichten: Erst Schnee und Eiseskälte, dann Frühlingsluft

Noch bis in die Nacht zu Sonntag galten in Teilen Baden-Württembergs Unwetterwarnungen. Der DWD warnte vor extremem Schneefall. Oberhalb von 600 Metern könne es zwischen 20 und 40 Zentimetern Neuschnee geben. In Staulagen des Schwarzwaldes könnten bei unwetterartigem Schneefall bis zu 50 Zentimeter fallen.

Die Wettervorhersage für BW vom Samstagabend:

Am Sonntag liegen die Temperaturen zwischen minus 1 und minus 11 Grad. Am Montag kommt dann wärmere Luft zu uns. Der Schnee gehe dann in Regen über, der auf dem Boden gefriere, so der DWD. Eine potenziell gefährliche Mischung für den Berufsverkehr am Morgen - es besteht Glättegefahr. Am Dienstag und Mittwoch folgen dann fast schon frühlingshafte Temperaturen bis 14 Grad plus.

Bereits für den Samstag hatte der DWD vor Glätte und Unwettern gewarnt. Ein großes Verkehrschaos blieb jedoch aus.

THW und Feuerwehr müssen Autos befreien

An der Schwarzwaldhochstraße und den Zufahrstraßen waren die Räumdienste im Dauereinsatz. Trotz Warnung, die Höhengebiete zu meiden, seien viele Autofahrer nach oben gefahren, sagte ein Polizeisprecher dem SWR. Technisches Hilfswerk und Feuerwehr mussten demnach parkenden Autofahrern, die im Schnee stecken geblieben waren, immer wieder zu Hilfe kommen. Dichtes Schneetreiben kam erschwerend hinzu.

Autos bleiben an der Schwarzwaldhochstraße im Schnee stecken.
Am Skilift Unterstmatt blieben Autos teilweise im Schnee stecken.

Schneepflug stürzt Abhang hinunter

Im Schwarzwald ist es in der Nacht zu Samstag zu mehreren Unfällen gekommen. Auf der glatten Fahrbahn der Bundesstraße 462 bei Forbach (Kreis Rastatt) geriet ein Schneepflug ins Rutschen und stürzte einen Abhang hinunter. Das Fahrzeug habe sich überschlagen und sei schließlich am Fuß des Abhangs an einer Hauswand liegen geblieben, wie eine Polizeisprecherin sagte. Der Fahrer wurde demnach leicht, eine Beifahrerin schwer verletzt. Das Fahrzeug soll kommende Woche geborgen werden. Auf der B 500 im Schwarzwald gibt es eine Schneeketten-Pflicht.

Das Präsidium in Pforzheim zählte am Samstagmorgen sieben wetterbedingte Unfälle. Dabei seien lediglich Sachschäden entstanden. Die Beamten des Polizeipräsidiums Ravensburg mussten in der Nacht insgesamt zehnmal wegen Unfällen auf glatten und zugeschneiten Straßen ausrücken. Dabei habe es ebenfalls ausschließlich Sachschäden gegeben. In Weil im Schönbuch (Kreis Böblingen) kam zudem am Samstagmorgen ein Bus wegen Glätte von der Fahrbahn ab und prallte gegen mehrere Bäume und die Leitplanke. An Bord war laut Polizei nur der Fahrer, der mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht wurde.

Schneesturm zieht von Norden her: Sturmtief „Elli“ bringt viel Schnee, Verwehungen und Sturmböen.❄️ ⚠️ 💨Bis in die Nacht zum Sonntag gilt für mehrere Regionen im Schwarzwald eine Unwetterwarnung der Stufe 3 von 4 des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Wer unterwegs ist, sollte sich auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Neben dem Schwarzwald sei vor allem auch auf der Ostalb mit größeren Neuschneemengen zu rechnen. #schneesturm #wetter #schnee #schwarzwald #swraktuell

Wegen Orkanböen stürzen mehrere Bäume und Bauzäune um

Im Hochschwarzwald gab es in der Nacht zu Samstag 14 Einsätze wegen umgestürzter Bäume und Bauzäune. Der DWD hatte auf den Schwarzwaldgipfeln Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometer pro Stunde vorhergesagt.

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