Bei den Bauarbeiten für den neuen Albaufstieg sollen neben der A8 1.000 Obstbäume gepflanzt werden. Nun haben die Verantwortlichen das Projekt in Gruibingen (Kreis Göppingen) genauer vorgestellt.
Ökologisches Projekt neben Autobahn
Der Ausbau des Albaufstiegs ist nach Angaben der Autobahn GmbH die größte Infrastruktumaßnahme in Baden-Württemberg. Die neue Trasse verläuft über zwei Brücken und durch zwei Tunnel, mit jeweils drei Spuren plus Standstreifen. Weil das stark in die Natur und die Landschaft eingreift, ist per Gesetz ein Ausgleich vorgeschrieben. Daher werden auf den Streuobstwiesen 1.000 Apfel-, Birnen und Steinobstbäume gepflanzt. Geplant sind 750 verschiedene Obstsorten, die selten, gefährdet oder uralt sind, zum Beispiel Sorten aus dem 12. Jahrhundert.
Planfeststellungsbeschluss erteilt Staustrecke ade: Neuer Albaufstieg der A8 darf gebaut werden
Der Albaufstieg der A8 von Mühlhausen nach Hohenstadt kann kommen, das Regierungspräsidium Stuttgart gibt grünes Licht. Der Bund muss rund 900 Millionen Euro für den Bau freigeben.
Um die rund 4,4 Hektar Streuobstwiesen zu ermöglichen, kooperiert die Autobahn GmbH Niederlassung Südwest mit der Interessengemeinschaft Die Schwäbische ObstArche Fils-Alb, die sich für den Erhalt und die Förderung des Öko- und Wirtschaftssystems Streuobstwiese einsetzt. Dafür werden verschiedenste Apfel-, Birnen- und Steinobstsorten in der eigenen Baumschule aufgezogen.
Mehrere hundert Bäume bereits gepflanzt
Knapp 400 Obstbäume sind bereits gepflanzt, 600 weitere sollen in den kommenden Jahren folgen. Durch den neuen Albaufstieg im Kreis Göppingen zwischen Mühlhausen im Täle und Hohenstadt soll das Nadelöhr zwischen Stuttgart und Ulm verschwinden. Die bisherige Trasse, bei der beide Richtungen getrennt voneinander verlaufen, soll künftig zu einer Landesstraße und einem Radweg umgebaut werden.