Nach dem Tensidaustritt in Bad Ditzenbach (Kreis Göppingen) hat das Landratsamt am Mittwochnachmittag Entwarnung gegeben. Keine der untersuchten Proben von vergangenem Donnerstag sei auffällig gewesen, so die Behörde. Eine Verunreinigung des Trinkwassers könne ausgeschlossen werden, da auch eine Nachuntersuchung unauffällig gewesen sei.
Nach Schaum in Bad Ditzenbach: Fischereiverbot aufgehoben
Vergangene Woche waren am Mittwochnachmittag (1.4.) rund 2.000 Liter Natriumlaurylethersulfat-Lösung aus einem Lkw ausgelaufen. Rund die Hälfte des Stoffs, der zur Seifenherstellung verwendet wird, gelangte in die Kanalisation, die Sammelkläranlage und die Fils. Daraufhin hatten sich zunächst große Mengen Schaum gebildet.
Eine Woche später schätzt das Landratsamt Göppingen die Gewässerverunreinigung als gering ein. "Ein Kontakt mit dem Flusswasser ist nach aktuellem Stand unbedenklich", heißt es in einer Mitteilung. Die Fils werde aber weiterhin kontrolliert. Auch für die Fische bestehe keinerlei Gefahr. Ein Zusammenhang zwischen dem Unglück und zwei tot aufgefundenen Fischen habe nicht festgestellt werden können. Das verhängte Fischereiverbot wurde durch das Landratsamt aufgehoben.
Schaum gelangte auch in Degginger Kläranlage
Auch die Situation in der Kläranlage Deggingen sei glimpflich verlaufen, bilanziert die Göppinger Behörde. Zwischenzeitlich war es hier zu einer starken Schaumbildung gekommen, wodurch die Belüftung in den Becken angepasst werden musste.