Die Fliegerbombe auf einer Baustelle an der A81 in Böblingen wurde erfolgreich vom Kampfmittelbeseitigungsdienst entschärft. Es handelt sich laut der Stadt Böblingen um eine 250-Kilo-Bombe. Sie war am Donnerstagnachmittag gefunden und gesichert worden. Es hatte bis zur Entschärfung laut der Stadt keine Gefahr für die Anwohner oder den Verkehr bestanden.
Nach Fund von Fliegerbombe: Evakuierung und Straßensperren
Die Stadt hatte zuvor bis 22.30 Uhr einen Bereich mit einem Radius von 400 Metern räumen lassen. Die Evakuierungszone umfasst sowohl Stadtgebiete in Böblingen als auch Sindelfingen. Betroffen waren beispielsweise Gebäude auf dem Böblinger Flugfeld, wie die Motor World und das Areal der Wildermuth-Kaserne. Das Gebiet wurde mit Drohnen überwacht.
Nach Angaben der Stadt waren rund 500 Menschen von der Evakuierung betroffen. Neben Anwohnern handelte es sich auch um Hotelgäste, Personen aus einer Kaserne und Teilnehmer einer Veranstaltung. Alle Straßen in dem 400-Meter-Radius wurden vorübergehend für den Bus- und Autoverkehr gesperrt. Die Sperrungen wurden nach der Entschärfung schrittweise aufgehoben.
Böblingens Oberbürgermeister Stefan Belz (Die Grünen) bedankte sich bei allen Einsatzkräften für den reibungslosen Ablauf. "Sicherheit hat oberste Priorität, deshalb bedanke ich mich bei den Bürger*innen für ihr Verständnis am heutigen Abend", so Belz weiter.
A81 bei Böblingen war komplett gesperrt und S-Bahn-Verkehr gestoppt
Auch die Autobahn war zeitweise in beide Richtungen voll gesperrt. Außerdem wurde der S-Bahn-Verkehr der S1 und S60 gestoppt. Ebenso der Regional- und Fernverkehr zwischen Böblingen und Sindelfingen bzw. Stuttgart-Vaihingen.
Evakuierung: Werk von Mercedes-Benz betroffen
Im betroffenen Gebiet befindet sich auch ein Teil des Mercedes-Werks in Sindelfingen. Diese Gebäude sind ebenfalls evakuiert worden, sagte ein Sprecher der Stadt. Wie viele Arbeiter betroffen waren, konnte ein Unternehmenssprecher nicht sagen. Die Gebäude, die innerhalb der Sicherheitszone lagen, gehören nicht zur Fahrzeugproduktion. Diese laufe ganz normal weiter, so der Sprecher.