Auf der Schönbuchbahn von Böblingen nach Holzgerlingen im Kreis Böblingen sind Gleise abgesackt. Grund hierfür sollen Verschiebungen im Erdreich sein. Die Strecke zwischen Holzgerlingen und Dettenhausen bleibt vorerst gesperrt. Das hat ein Sprecher dem SWR bestätigt.
Verschiebungen im Erdreich zwischen Böblingen und Holzgerlingen
Laut einem Sprecher der Württembergischen Eisenbahn-Gesellschaft (WEG), die die Strecke betreibt, gab es zwischen den Bahnhöfen Dettenhausen (Kreis Tübingen) und Holzgerlingen (Kreis Böblingen) vergangene Woche Verschiebungen im Erdreich.
Dadurch hätten sich auch die Gleise verschoben. Deswegen fahren in dem Bereich derzeit keine Züge. Zuerst hatte die Südwest Presse über die abgesackten Gleise berichtet. Der betroffene Streckenabschnitt bleibt vorerst gesperrt.
Ab Oktober soll Schönbuchbahn auf betroffener Strecke wieder fahren
Ab dem 10. Oktober sollen wieder Züge auf den reparierten Schienen fahren, so der Sprecher auf SWR-Anfrage. Dass sich die Schienen verschoben hatten, sei "überraschend" gewesen.
Laut dem Artikel der Südwest Presse vermutet die WEG, dass eine geologische Besonderheit hinter den abgesackten Gleisen steckt. So gäbe es auf der Strecke "Fließerde".
"Fließerde" sorgt für Absacken der Gleise
Fließerde zeichnet sich dadurch aus, dass auf einem härteren Untergrund im Boden lockerere Teile an der Oberfläche des Bodens ins Rutschen geraten. Diese Probleme gebe es laut Südwest Presse auch an anderen Stellen der Schönbuchbahn-Strecke. Bisher konnte man den abgesackten Boden immer rechtzeitig durch Nachfüllen von Schotter im Gleisbett beheben.
Nach vier Jahren Verzögerung Elektrifizierung Schönbuchbahn: Im E-Zug von Böblingen nach Dettenhausen
Seit Samstag fährt der E-Triebwagen "Nexio" auf der elektrifizierten Schönbuchbahn. Er verbindet Böblingen und Dettenhausen im 15-Minuten-Takt. Vorausgegangen war eine Hängepartie.
Immer wieder Probleme mit der Schönbuchbahn
Die über 100 Jahre alte Strecke machte zuletzt immer wieder negative Schlagzeilen. So mussten Reisende lange auf die neuen E-Züge warten, da diese keine Betriebserlaubnis erhielten.
Mittlerweile dürfen die elektrisch angetriebenen Züge auf der Strecke fahren. Zuvor wurde 15 Jahre lang daran gearbeitet, dass auf der Strecke E-Triebwagen fahren können.