In einem Kühlhaus der Döner-Produktionsfirma Birtat in Murr (Kreis Ludwigsburg) hat es am Freitagmorgen gebrannt. Wie die Polizei mitgeteilt hat, wurde die Feuerwehr gegen 5 Uhr morgens alarmiert. Es habe eine sehr starke Rauchentwicklung gegeben, weshalb die Feuerwehr das Gebäude zuerst lüften musste. Die Einsatzkräfte entdeckten dann den Brand in einem Tiefkühlraum. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden. Verletzt wurde den Angaben nach niemand.
Schätzung: Lebensmittel im Wert von 150.000 Euro kaputt
Nach ersten Ermittlungen war vermutlich ein technischer Defekt an einem Kühlaggregat der Grund für den Brand. In dem Kühlraum mit minus 18 Grad Celsius befindet sich laut Cihan Karaman, dem Vize-Präsident bei Birtat, viel Elektrik: Lichter, Ventilatoren und Kühlaggregate. Was genau alles in Mitleidenschaft gezogen wurde, werde in den kommenden Tagen geprüft, sagte Karaman dem SWR. Die Produktionsräume seien zum Glück verschont geblieben, sodass am Montag wieder gearbeitet werden könne.
Ist der Döner-Nachschub in Gefahr?
Nur im Lager habe das Feuer Schaden angerichtet, berichtet Birtats Vize-Präsident Karaman. In welchen Mengen jetzt Rohfleisch und Dönerspieße, die nicht mehr verwendet werden können, weggeworfen werden müssten, werde sich zeigen. Die Polizei sprach von mehreren Tonnen betroffener Lebensmittel. Es seien vermutlich Waren im Wert von 150.000 Euro beschädigt, sagte eine Polizeisprecherin am Nachmittag. Die Polizei war zuvor von einem Schaden rund um 50.000 Euro ausgegangen.
Was den Nachschub an Döner angeht, gab Cihan Karaman dem SWR gegenüber Entwarnung. Die Depots seien voll mit Dönerfleisch. "So ein kleines Feuer wird uns nicht das Genick brechen können", so Karaman.
Birtat ist eigenen Angaben zufolge der größte Dönerfleisch-Produzent in Deutschland und beschäftigt rund 120 Mitarbeiter. Das Unternehmen stellt pro Tag 25 Tonnen Dönerfleisch her. 2025 hatte für Schlagzeilen gesorgt, weil die Belegschaft für faire Gehälter und einen Tarifvertrag demonstriert und mehrfach gestreikt hatte.