Die Feuerwehr hat in der Nacht auf Donnerstag fünf Personen aus einem Haus in Ludwigsburg gerettet. In dem Haus war Kohlenmonoxid (CO) ausgetreten. Dass die Feuerwehr überhaupt alarmiert wurde, hat auch mit einem Zufall zu tun.
CO-Melder eines Sanitäters schlug Alarm
Eigentlich waren die Rettungssanitäter zu einer erkrankten Frau im Stadtteil Eglosheim gekommen. Bei dem Einsatz schlug dann aber der CO-Melder am Rettungsrucksack einer der Rettungskräfte an, heißt es bei der Feuerwehr Ludwigsburg am Freitag. Die Sanitäter alarmierten daraufhin die Feuerwehr.
Kohlenmonoxid ist ein tückisches Gas, so ein Feuerwehrsprecher. Es ist farb- und geruchslos und kann lebensgefährlich sein. Deswegen drangen die Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten ins Haus. Insgesamt fünf Bewohner wurden an die frische Luft und dann zu weiteren Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht.
Dunstabzugshaube falsch angebracht?
Ursache könnte laut Feuerwehr ein baulicher Mangel im Bereich eines Kamins gewesen sein. Demnach soll eine Dunstabzugshaube falsch angebracht worden sein. Auch eine defekte Gastherme wird als Ursache für die erhöhten CO-Werte nicht ausgeschlossen.
Das Haus wurde gelüftet, die Gasheizung noch in der Nacht abgestellt. Hartmut Schwarz, Einsatzleiter vom Dienst bei der Ludwigsburger Feuerwehr, ist froh, dass die fünf Personen rechtzeitig aus dem Haus geholt werden konnten. Er sagt aber auch: Für die Bewohner hätte es "in dieser Nacht ganz böse ausgehen können".
DRK Ludwigsburg: CO-Melder sind Lebensversicherung
Till Fröschle, Rettungsdienstleiter beim Deutschen Roten Kreuz Ludwigsburg erinnert sich an einen Fall vor einiger Zeit. Auch da hatte ein CO-Melder angeschlagen. Wäre das nicht der Fall gewesen, überlegt er laut, hätten er und seine Kollegen das Gas möglicherweise nicht wahrgenommen und wären "neben dem toten Mann im Keller gelegen". Er nennt die Warngeräte deswegen auch "Lebensversicherung für die Mitarbeiter".