Geruchloses Gas bei Löscheinsätzen

Unsichtbare Gefahr: Projekt soll Feuerwehrleute vor Kohlenmonoxid schützen

Bei Bränden kommen Feuerwehrleute mit Kohlenmonoxid in Kontakt - eine Gefahr für die Gesundheit. Ein Projekt im Kreis Ravensburg soll dabei helfen, Vergiftungen früher zu erkennen.

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Von Autor/in Theresia Blömer

Wie groß ist die Belastung für Feuerwehrleute durch Kohlenmonoxid bei einem Löscheinsatz? Der Malteser Hilfsdienst Ravensburg/Weingarten will das durch Messungen systematisch erfassen.

Das geruchlose Gas sei eine der größten Gefahren für die Helfer, teilen die Malteser mit. Kohlenmonoxid, CO abgekürzt, ist ein unsichtbares und geruchloses Gas. Es wird bei Bränden freigesetzt und kann schon in geringen Mengen der Gesundheit schaden.

Der Malteser Hilfsdienst führt Messungen des Kohlenstoffmonoxid-Gehalts (CO) von Einsatzkräften durch.
Ein Tablet und ein CO-messfähiges EKG: Diese beiden Gerätschaften sind für die Messung des Kohlenstoffmonoxid-Gehalts (CO) von Einsatzkräften essenziell. Hiermit überwachen die Malteser künftig Einsatzkräfte im Rahmen eines Projekts.

Man merke die Vergiftung mit Symptomen wie Müdigkeit, Übelkeit und Kopfschmerzen häufig erst zeitverzögert, sagt Einsatzleiter Christoph Diller vom Malteser Hilfsdienst Ravensburg/Weingarten.

Kohlenmonoxid: Sensor misst nach Einsatz Konzentration im Blut

Diller ist Initiator eines gemeinsam mit den Feuerwehren des Landkreises Ravensburg gestarteten Projekts. Dazu wird bei den Einsatzkräften, nachdem sie ein Feuer gelöscht haben, die CO-Konzentration im Blut gemessen. Und zwar anhand eines Sensors am Finger. Somit muss nicht einmal Blut abgenommen werden.

Eine CO-Vergiftung soll so frühzeitig erkannt werden, um schnell helfen zu können. Das Projekt wird auch wissenschaftlich ausgewertet, um mögliche Vorsorge-Maßnahmen zu verbessern.

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Theresia Blömer
SWR-Redakteurin Theresia Blömer Autorin Bild
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Florian Peking
SWR-Redakteur Florian Peking Autor Bild

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