Die Bevölkerung Stuttgarts ist im ersten Halbjahr 2025 wieder geschrumpft. Zum 30. Juni lebten 606.682 Menschen in der Stadt, das sind 2.652 weniger als Ende 2024, wie die Landeshauptstadt mitteilte. Der Rückgang ist der stärkste seit Jahren und setzt einen Trend fort, der inzwischen vier Halbjahre in Folge anhält. Bislang lag der Rückgang jeweils nur zwischen 300 und 500 Personen, so die Stadt in einer Mitteilung.
Weniger Zuwanderung aus dem Ausland
Besonders auffällig sei der weiterhin rückläufige Wanderungssaldo - also die Differenz zwischen Zu- und Fortzügen. Zwischen Januar und Juni verließen 2.235 Menschen mehr die Stadt, als neu hinzogen. 2024 lag dieses Minus im gleichen Zeitraum noch bei 150, und 2023 gab es sogar einen Zuwachs. Vor allem die Zuwanderung aus dem Ausland ging zurück. Erstmals seit 2021 zogen mehr Menschen ins Ausland als von dort nach Stuttgart.
Mehr Sterbefälle als Geburten
Auch der demografische Faktor spielt eine Rolle: Während die Zahl der Geburten weiter zurückging, nahm die Zahl der Sterbefälle zu. 2.609 Geburten standen 3.026 Todesfällen gegenüber.
Deutlich mehr Einbürgerungen in Stuttgart
Die Zahl der Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit verringerte sich um 906, die der ausländischen Bevölkerung um 1.746. Gründe sind neben dem negativen Wanderungssaldo auch mehr Einbürgerungen: 1.756 Personen erhielten in den ersten sechs Monaten die deutsche Staatsbürgerschaft, deutlich mehr als im Vorjahr.