Eine zweite Fahrspur in der Weströhre des Engelbergtunnels ist seit Samstag wieder geöffnet. Das sorgt auch bei zwei umliegenden Gemeinden für Entlastung. "Die ersten Eindrücke sind sehr gut, durch die zweite Fahrspur ist es deutlich besser geworden. Wie die Öffnung sich auf unsere Teilorte auswirkt, können wir aber noch nicht abschätzen", sagte ein Sprecher der Stadt Ditzingen (Kreis Ludwigsburg).
Auch der Oberbürgermeister von Gerlingen (Kreis Ludwigsburg), Dirk Oestringer (parteilos), nehme eine Entlastung durch die Öffnung der Weströhre wahr. "Dennoch ist die Belastung weiterhin hoch", so Oestringer auf Anfrage. Seit dem Brand Anfang März war der Tunnel auf der A81 bei Leonberg (Kreis Böblingen) in Richtung Karlsruhe/München zunächst wochenlang gar nicht befahrbar. Mitte März wurde zunächst eine Fahrspur geöffnet.
"Es ist alles dicht!" Brand in Engelbergtunnel auf A81: Staus, Umleitungen und genervte Anwohner
Der Engelbergtunnel bleibt nach dem Brand auf unbestimmte Zeit in Richtung Süden gesperrt. Das führt zu massiven Verkehrsbehinderungen. Was heißt das für Autofahrer und Anwohner?
Dritter Fahrstreifen weiterhin geschlossen
In den vergangenen Wochen seien wesentliche Brandschäden repariert worden, heißt es von der Autobahn GmbH. Die Öffnung des zweiten Fahrstreifens solle dazu beitragen, dass die derzeitigen Staus beim Einfädeln vor dem Tunnel geringer würden. Damit sinke dort auch die Unfallgefahr, heißt es in der Mitteilung. Seit Ende März wird in diesem Bereich geblitzt.
"Insgesamt ist dies nur ein Zwischenschritt", betonen die Betreiber. Ziel sei es, auch den dritten Fahrstreifen in der Weströhre so schnell wie möglich wieder in Betrieb zu nehmen. Dazu müsse aber weitere Technik installiert werden. "Zum derzeitigen Zeitpunkt kann nicht seriös gesagt werden, wann das der Fall sein wird", teilt die Gesellschaft mit. "Es fehlen weiter entsprechende Ersatzteile."