Nach Schüssen in Ludwigsburg hat die Polizei bei einer großangelegten Razzia mehrere junge Männer festgenommen. Am frühen Morgen wurden die Wohnungen von acht Verdächtigen aus den Kreisen Esslingen und Ludwigsburg durchsucht, teilten die Staatsanwaltschaft und die Polizei am Dienstag mit. Sechs der Verdächtigen sollen versucht haben, im April zwei 39 und 40 Jahre alte Männer in Ludwigsburg zu töten.
Fahndung blieb am Wochenende ohne Erfolg Schüsse auf Männer in Ludwigsburg: Zusammenhang mit Schuss-Serie?
In Ludwigsburg wurden am Samstag mehrere Schüsse auf Personen abgefeuert, wie erst jetzt bekannt wurde. Verletzt wurde niemand.
Zwei weitere Männer werden verdächtigt, im Mai an einer Brandstiftung in Bietigheim-Bissingen (Kreis Ludwigsburg) beteiligt gewesen zu sein. In der Nacht zum 4. Mai brannte dort ein Auto aus. Der Schaden wurde auf etwa 18.000 Euro geschätzt.
Festgenommene sind zwischen 18 und 23 Jahren alt
Die Sonderkommission "Frost" ermittelte laut Polizei monatelang intensiv unter anderem wegen versuchten Mordes. Vier der Verdächtigen wurden am Dienstag festgenommen, drei davon - 18, 21, und 23 Jahre alt - sitzen in Untersuchungshaft. Zwei sind auf freiem Fuß. Bei einem Mann ermittelt die Polizei, wo er sich derzeit aufhält. Zu möglichen Motiven der Männer machte die Polizei keine Angaben.
Soko "Frost" ermittelte auch zu Schüssen in Tamm
Die Sonderkommission "Frost" ermittelte zu einem weiteren Vorfall im Kreis Ludwigsburg. Mitten in einem Wohngebiet in Tamm (Kreis Ludwigsburg) wurde am 12. Mai ein 23-jähriger Mann durch Schüsse schwer verletzt. Zwei Verdächtige wurden im Oktober in den Niederlanden festgenommen - sie sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft. Den beiden Männern wird vorgeworfen, am Abend des 12. Mai in Tamm auf einen 23-Jährigen geschossen und ihn lebensgefährlich verletzt zu haben. Es gebe keine konkreten Hinweise, dass die jetzt Festgenommen mit den Schüssen in Tamm in Verbindung stünden, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.