Am 12. Mai war ein 23-jähriger Mann vor den Augen von Anwohnern durch Schüsse in Tamm (Kreis Ludwigsburg) schwer verletzt worden. Nun hat die Polizei zwei Tatverdächtige festgenommen, wie sie am Montag mitteilte. Die beiden zum Tatzeitpunkt 26 und 27 Jahre alten mutmaßlichen Täter besitzen die niederländische Staatsangehörigkeit. Gegen sie wird nun wegen versuchten Mordes ermittelt. Bei der Festnahme wurden auch in den Niederlanden die Wohnungen der beiden Männer durchsucht und Beweismittel beschlagnahmt. All dies müsse nun weiter ausgewertet werden, so die Ermittler.
Polizei nimmt Tatverdächtige in den Niederlanden fest
Hinter dem Ermittlungserfolg stehe eine Kooperation des Polizeipräsidiums Ludwigsburg mit Sicherheitsbehörden der Niederlande, Europol, dem Bundeskriminalamt und dem Landeskriminalamt BW. Die Festnahme der beiden Tatverdächtigen in den Provinzen Limburg und Utrecht ereignete sich schon am 1. Oktober, also vor knapp zwei Wochen. Die Vollstreckungen der Haftbefehle und Durchsuchungsbeschlüsse in den Niederlanden fanden abgestimmt mit den dortigen Sicherheitsbehörden statt, so die Polizei.
Täter weiterhin auf der Flucht Schüsse in Tamm: Opfer mutmaßlich aus der Security-Branche
Nach Schüssen in Tamm (Kreis Ludwigsburg) am Montagabend ist der Schütze weiterhin flüchtig. Derweil gibt es erste Theorien zum Hintergrund.
Der durch die Schüsse schwer verletzte 23 Jahre alte Mann wurde mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen. Er war an jenem Montagabend im Mai nach mehreren Schüssen in der Einfahrt eines Mehrfamilienhauses zusammengebrochen. Die Täter waren nach der Tat in einem schwarzen Kleinwagen geflohen. Anwohnerinnen und Anwohner hatten den Mann versorgt, bis die Polizei und die Rettungskräfte eintrafen. Nach Informationen der Staatsanwaltschaft war der Mann mehrere Wochen im Krankenhaus. Ihm musste demnach der Unterschenkel amputiert werden.
Schießerei in Verbindung mit Streit in Security-Branche?
Nach SWR-Informationen war der angeschossene Mann in der Security-Branche tätig. Auslöser für die Tat könnten demnach Auseinandersetzungen in der Branche gewesen sein. Die Polizei hatte das nicht bestätigt. Die Ermittler prüften zudem den Zusammenhang zu Schüssen in der Ludwigsburger Oststadt Ende April und einem Autobrand in Bietigheim-Bissingen (ebenfalls Kreis Ludwigsburg) Anfang Mai.