In den Birkenäckern in Stuttgart konnte am späten Donnerstagabend eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft werden. Der abgesperrte Bereich wurde wieder freigegeben und die Menschen können in ihre Wohnungen zurückkehren. Anwohnerinnen und Anwohner, die nicht selbstständig zurückkommen konnten, wurden mit Kleinbussen der SSB nach Hause gebracht.
Am Ende der Entschärfungsmaßnahmen war ein Knall zu hören. Nach Angaben der Stadt Stuttgart ist das normal. Teil der Entschärfung sei es, den Zünder kontrolliert zu sprengen.
Bombenfund in Stuttgart
Die Bombe wurde am Nachmittag in der Nähe des Löwentors gefunden und wiegt laut Kampfmittelbeseitigungsdienst 500 Kilogramm. Dafür wurden bis in den Abend hinein ein Wohn-, ein Erholungs- und ein Industriegebiet evakuiert.
So berichtete SWR-Reporter Christoph Schöneberger vor der Entschärfung:
Rund 6.000 Menschen von Evakuierung betroffen
In einem Radius von 500 Metern um den Fundort wurde ab 16:30 Uhr evakuiert. Davon waren rund 6.000 Menschen betroffen. Die Polizei fuhr mit Lautsprecherwagen durch die Straßen und klingelte an Haustüren. Zusätzlich wurde bis in den Abend hinein eine Drohne eingesetzt, um zu überprüfen, ob sich noch Menschen im abgesperrten Bereich aufhalten.
Stadtbahn fährt wieder
Nach dem Ende der Entschärfung wurden die Straßensperren am Abend wieder aufgehoben. Auch Bus und Bahn konnten den Betrieb wieder aufnehmen.
Auf der Plattform X hatte die Polizei am Donnerstagnachmittag bekanntgegeben, die Bombe befinde sich in der Wetzlarer Straße. Sie sei dort bei Baggerarbeiten gefunden worden.
Notunterkunft in der Carl-Benz-Schule
Evakuierte Personen, die während der Entschärfung eine Unterkunft außerhalb der Sperrzone benötigten, waren in der Sporthalle der Carl-Benz-Schule auf dem Hallschlag (Weckherlinstraße 8) untergekommen. Dort wurden sie durch das Deutsche Rote Kreuz betreut. Das nahe Robert-Bosch-Krankenhaus bot medizinische Versorgung. Für Bürgeranfragen gab es zudem eine Hotline beim Amt für öffentliche Ordnung unter der Telefonnummer 0711 216-91911.
Evakuierung beendet
Bis 20:20 Uhr hatten sich in der Notunterkunft etwa 190 Menschen eingefunden. Laut dem Sprecher der Stuttgarter Feuerwehr bestand die besondere Herausforderung darin, dass nicht alle Menschen selbstständig die Sperrzone verlassen konnten, weil sie beispielsweise bettlägerig sind oder ein Handicap haben. Diese Menschen wurden mit Kleinbussen aus dem Gebiet gebracht.