Direktverbindung bleibt erhalten

Trotz Bauarbeiten: ICE Sprinter Stuttgart-Berlin kann weiterhin fahren

Die Deutsche Bahn hat ihren Fahrplan für das zweite Halbjahr neu gestrickt. Das Ergebnis: Der Sprinter kann ab Mitte Juni weiter von Stuttgart nach Berlin fahren.

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Von Autor/in Stefanie Reinhardt

Der ICE Sprinter Stuttgart-Berlin kann trotz Bauarbeiten weiter fahren. Das hat eine Sprecherin der Deutschen Bahn am Donnerstag mitgeteilt. Die Bahn habe die Fahrpläne während der Bauzeit intensiv geprüft, so die Sprecherin. Das Ergebnis: Der ICE Sprinter kann zwischen Stuttgart und Berlin doch im zweiten Halbjahr 2026 fahren.

Abfahrt und Fahrtzeiten bleiben gleich

"Es ist gelungen, dass der Sprinter ohne Umleitungen fahren kann", sagte die Sprecherin. "Dafür haben wir den Fahrplan neu gestrickt." Damit der Sprinter wie gewohnt fahren kann, werden andere Züge umgeleitet. Der Zug werde wie gewohnt in Stuttgart auf Strecke gehen. Auch an der Fahrtzeit von vier Stunden und 45 Minuten werde sich nichts ändern, so die Sprecherin.

Die Bahn hatte den Sprinter vorsorglich aus dem Fahrplan genommen. Grund waren Bauarbeiten am Bahnknoten Berlin, die am 14. Juni beginnen, und bis Mitte Dezember dauern. Weichen, Schienen, Oberleitungen und Brücken müssen erneuert werden. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, werden alle Zugverbindungen, die über Berlin-Charlottenburg und Berlin-Ostbahnhof laufen, deshalb bis Mitte Dezember stark eingeschränkt. Züge werden umgeleitet oder fallen aus.

Laut der Sprecherin hatte die Bahn in den vergangenen Tagen intensiv geprüft, ob der Sprinter trotz der Baustellen weiter fahren kann. "Wir sind fest überzeugt davon, dass der ICE Sprinter zwischen Stuttgart und Berlin eine sehr attraktive Reisemöglichkeit für die Fahrgäste ist."

Protest aus Stuttgart war erfolgreich

Im Rathaus in Stuttgart hatte die Nachricht über einen möglichen Wegfall der Direktverbindung Unverständnis ausgelöst. Ist doch die erste Fahrt des ICE Sprinters von Stuttgart nach Berlin erst ein halbes Jahr her. Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) hatte sich deshalb mit einem Schreiben an die Deutsche Bahn gewandt. Darin hieß es unter anderem: "Der Sekt, den die Bahn zur Jungfernfahrt des Sprinters Stuttgart-Berlin angeboten hat, steht gefühlt noch auf dem Tisch."

Der ICE Sprinter Stuttgart-Berlin war mit dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember gestartet. Die Fahrtzeit ist rund eine Stunde kürzer als auf anderen Verbindungen. Laut der Deutschen Bahn wird der Zug gut angenommen.

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Stefanie Reinhardt
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