Nach mehreren schweren Straftaten

Kriminalität: Polizei stuft Bahnhof Ludwigsburg als "gefährlichen Ort" ein

Seit Jahresbeginn kam es am Ludwigsburger Bahnhof vermehrt zu schweren Straftaten. Die Polizei hat den Bahnhof nun als "gefährlichen Ort" eingestuft und die Kontrollen verschärft.

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Von Autor/in Loris Hoffmann

Immer wieder kam es in den vergangenen Monaten am Ludwigsburger Bahnhof zu schweren Straftaten. Auch ein versuchter Tötungsdelikt ereignete sich dort. Die Polizei Ludwigsburg hat jetzt die Kontrollen verschärft und ihre Strategie angepasst.

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Polizei Ludwigsburg kann ohne Verdacht kontrollieren

"Wir können in diesem Bereich zu bestimmten Zeiten ohne konkreten Verdacht Kontrollen durchführen. Dadurch wollen wir das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung wieder stärken und den dort auffälligen Personen deutlich machen, dass der Bahnhof ein öffentlicher Platz ist", teilt ein Sprecher der Polizei dem SWR mit. Rechtsgrundlage für die Änderung ist das Polizeigesetz des Landes Baden-Württemberg.

Demnach wird der Ludwigsburger Bahnhof als "gefährlicher Ort" eingestuft, was die Personenkontrollen für die Polizei erleichtern. Als gefährliche Orte werden Stellen definiert, an denen erfahrungsgemäß Straftaten verabredet, vorbereitet oder verübt werden - oder wo sich Menschen ohne Aufenthaltstitel treffen. "Wir haben seit Jahresbeginn und besonders seit Anfang März dort eine ganze Reihe an hochkarätigen Straftaten registriert, das hat auch zu Sorgen bei Anwohnern und in der Bevölkerung geführt", so der Polizeisprecher.

Viele Menschen fühlen sich am Bahnhof Ludwigsburg nicht mehr wohl

Viele Menschen würden sich am Ludwigsburger Bahnhof nicht mehr sicher fühlen, erklärte die Polizei. Bei den Vorfällen sei laut Polizei auffällig, dass der Großteil der Täter einen Migrationshintergrund habe. Diese Menschen würden zwar meist in Personengruppen auftreten, jedoch nicht in festen Banden. Die Polizei betonte, dass das Verhalten ausschlaggebend für eine Kontrolle sei und nicht die Staatsangehörigkeit.

Die Maßnahmen greifen bereits seit Mitte März, seitdem seien bei den verstärkten Durchsuchen zahlreiche Waffen und spitze Gegenstände gefunden worden. Ob sich die Situation verbessert habe, könne die Polizei jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

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Loris Hoffmann
Porträtfoto von Loris Hoffmann

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