Mitreisende beobachtete offenbar das "Upskirting"

Schlafender Kollegin unter den Rock fotografiert: Polizei sucht Zeugen

Ein Mann soll im Zug nach Stuttgart einer schlafenden Kollegin unter den Rock fotografiert haben. Eine Frau beobachtete dies offenbar und informierte das Opfer. Nun sucht die Polizei Zeugen.

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Ein 39-jähriger Mann soll seine schlafende 24-jährige Kollegin bei einer Zugfahrt von Frankfurt nach Stuttgart mehrfach fotografiert haben - auch unter den Rock. Der Mann soll unter anderem den Intimbereich der jungen Frau fotografiert haben. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Bundespolizei schon am 5. Februar. Aus ermittlungstaktischen Gründen sucht sie aber erst jetzt öffentlich nach Zeugen.

Mitreisende steckte dem Opfer einen Zettel zu

Vor allem wird eine Mitreisende gesucht, die den Vorfall offenbar direkt mitbekommen hatte. Beim Halt des Fernverkehrszuges am Hauptbahnhof Stuttgart hatte sie der schlafenden Frau eine Notiz mit Hinweisen zum Vorfall zugesteckt. Die 24-Jährige erstattete daraufhin Anzeige bei der für den Bahnverkehr zuständigen Bundespolizei. Nun bittet die Bundespolizei-Inspektion Stuttgart Zeugen und insbesondere die bislang unbekannte Tippgeberin darum, sich mit den Ermittlern in Verbindung zu setzen.

"Upskirting": Heimliches Fotografieren ist eine Straftat

Das heimliche Fotografieren des Intimbereichs und das Veröffentlichen der Bilder ist eine Sexualstraftat, die unter den Namen "Upskirting" und "Downblousing" bekannt ist. Sie ist seit 2021 strafbar. Verboten sind demnach heimliche Video- oder Bildaufnahmen von Genitalien, dem Gesäß, der weiblichen Brust oder von Unterwäsche, die diese Körperteile bedeckt. Die Polizei ruft Beobachtende solcher Straftaten auf, den Opfern beizustehen und die Polizei zu informieren - zumal die Betroffenen sich oft kaum selbst wehren können.

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