Auf Friedhöfen in Stuttgart ist neuerdings ein Gießroboter im Einsatz. Es handelt sich nach Informationen der Genossenschaft Württembergischer Friedhofsgärtner um den ersten autonom arbeitenden Gießroboter in Württemberg. Er ist einer von derzeit acht Gießrobotern dieser Art in Baden-Württemberg, der in Stuttgart wird "Gießbert" genannt.
Friedhofsgärtner: Gießroboter nimmt viel Arbeit ab
Der 120.000 Euro teure Roboter gießt eigenständig bis zu 14 Stunden in nahezu jedem Gelände, so Friedhofsgärtner Frank Seidler. Der Roboter entlastet die Gärtnereibetriebe, die auch unter einem anhaltenden Fachkräftemangel leiden.
Richtig programmiert mache der Umgang "richtig viel Spaß", ergänzt Christian Walz. Der Friedhofsgärtner rechnet vor: Angenommen, der Roboter würde dreimal pro Woche gießen, dann wären das pro Gießdurchgang sieben Stunden Arbeit. "Das sind 21 Stunden, in denen der Arbeiter anders eingesetzt werden kann."
Roboter Gießbert kann auch nachts arbeiten
Der Roboter gießt bis zu 20.000 Liter pro Tag. Er kann auch in der Nacht arbeiten. Das hat Vorteile: Durch das Gießen in den Nachtstunden ist die Verdunstung des Gießwassers wesentlich reduziert.
Die Befüllung mit Wasser erfolgt schnell und autonom. Der Roboter tankt eigenständig Wasser an einer auf dem Friedhof installierten Tankstation. Im unebenen Gelände findet sich der Roboter mit Sicherheitsscannern zurecht.