Nach Angaben der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB) wird das Areal mit den Solarmodulen am Rand von Ludwigsburg immer wieder Ziel von Vandalismus. Seit es 2020 in Betrieb ging, wurden bereits 47 der Module mutwillig zerstört. Zuletzt im Dezember vergangenen Jahres, als unbekannte Täter Steine und Gartenstühle auf die schwarzen Solarmodule geworfen hatten, wie die SWLB berichtet.
SolarHeatGrid in Ludwigsburg schon 24 Mal beschädigt
Allein 2024 gab es zehn Mal Vandalismus-Aktionen an dem sogenannten SolarHeat Grid, dem Solarthermie-Areal, das mit Sonnenenergie Wärme erzeugt und diese ins Fernwärmenetz von Ludwigsburg und Kornwestheim (Kreis Ludwigsburg) einspeist. Die kaputten Solarmodule müssten nun ausgetauscht werden. Das habe in den vergangenen Jahren insgesamt rund 30.000 Euro gekostet, heißt es von der SWLB.
Aber nicht nur Solarmodule würden beschädigt werden. An einem Spazierweg um die Anlage würden beispielsweise immer wieder Hinweistafeln abgerissen. Solche Vandalismus-Taten habe es in den vergangenen Jahren insgesamt schon 24 Mal gegeben.
Gegen Vandalismus: Stadtwerke wollen Kameras installieren
Die Steine und Gartenstühle haben die Unbekannten beim letzten Mal vermutlich von der Aussichtsplattform neben dem Solarfeld heruntergeworfen. Deshalb habe die SWLB die beliebte Aussichtsplattform erst einmal für Besucher geschlossen. Die Stadtwerke wollen nun nach eigenen Angaben zusätzlich Sicherheitskameras auf dem Gelände anbringen. Man hoffe, dass das als Abschreckung dient und der Vandalismus dann aufhöre.
Das SolarHeat Grid galt bei seiner Inbetriebnahme vor fünf Jahren laut SWLB als Vorzeigeprojekt. Die Solarthermie-Anlage war damals die bundesweit größte Anlage ihrer Art.