Widersprüche im Tatablauf

Vergewaltigung am Charlottenplatz: 16-Jährige hat Tat wohl erfunden

Ende Juni hatte eine mutmaßliche Vergewaltigung am Stuttgarter Charlottenplatz Schlagzeilen gemacht. Es gab auch den Ruf nach mehr Überwachung. Nun gibt es neue Entwicklungen.

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Eine angebliche Vergewaltigung am Charlottenplatz in Stuttgart hat wohl nie stattgefunden. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag gemeinsam mitteilen, hat eine 16-Jährige die Tat offenbar nur erfunden. Im Laufe der Ermittlungen hätten sich Widersprüche im Tatablauf ergeben, sodass Zweifel an der Tat aufkamen. In einer Vernehmung habe die 16-Jährige dann eingeräumt, dass die Vergewaltigung vorgetäuscht war.

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Polizei macht keine Angaben zum Motiv des Mädchens

Die junge Frau hatte angegeben, Ende Juni auf dem Heimweg von einer Feier in der Toilettenanlage am Charlottenplatz von zwei Männern vergewaltigt und geschlagen worden zu sein. Weshalb die 16-Jährige die Vergewaltigung vorgetäuscht hat, dazu macht die Polizei keine Angaben. Gegen die junge Frau wird nun wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat ermittelt.

Ähnlicher Vorfall im Sommer 2023 in Stuttgart

Bereits im Sommer 2023 hatte es in Stuttgart einen ähnlichen Vorfall gegeben. Damals hatte eine 27 Jahre alte Frau bei der Polizei angezeigt, auf der Königstraße von drei Männern angesprochen und festgehalten worden zu sein. Einer der Männer habe sie dann vergewaltigt. Bei den Ermittlungen ergaben sich aber Ungereimtheiten. Schließlich hatte die Frau zugegeben, die Vergewaltigung erfunden zu haben.

Damals wie jetzt hatten die angeblichen Vergewaltigungen jeweils eine neue Sicherheitsdebatte in der Stadt ausgelöst. Im Zentrum stand die Frage, ob vor allem die Videoüberwachung ausgeweitet werden könne. Im Fall der angeblichen Tat am Charlottenplatz hatte die Polizei kurzfristig als Maßnahme ergriffen, vor Ort mehr Präsenz zu zeigen.

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