Verdächtiger mehrfach vorbestraft

Mordversuch mit Kriegswaffe? Anklage nach Schüssen in Göppingen

Im Mai soll ein 34-Jähriger nahe einer Asylbewerberunterkunft in Göppingen mit einer Maschinenpistole um sich geschossen haben. Die Staatsanwaltschaft Ulm hat jetzt Anklage erhoben.

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Ein 34-Jähriger Mann soll im Mai in Göppingen versucht haben, mit einer Maschinenpistole vier Menschen zu töten. Die Staatsanwaltschaft Ulm hat nun Anklage gegen den Tatverdächtigen erhoben: Sie wertet die Tat als Mordversuch. Demnach soll der Mann nach einem Streit in einer Asylbewerberunterkunft in Göppingen im Mai diesen Jahres mit der Waffe auf einen 24-Jährigen geschossen haben, während dieser von einem vermeintlichen Komplizen festgehalten wurde. Das Opfer wurde dabei lebensgefährlich verletzt, konnte sich aber losreißen und zusammen mit drei Begleitern fliehen. Die Staatsanwaltschaft erklärte, der Angeklagte sei heimtückisch vorgegangen.

Schüsse mit Maschinenpistole in Göppingen: Komplize gesucht

In der Nähe der Unterkunft sollen sich die vier Männer im hohen Gras versteckt haben, während der 34-Jährige weiter schoss, die Männer aber verfehlte. Danach soll der Angeklagte mit seinem Komplizen geflohen sein. Der Tatverdächtige ist laut Staatsanwaltschaft mehrfach vorbestraft und war erst kurz vor der Tat aus dem Gefängnis entlassen worden. Seit seiner Festnahme im Mai sitzt er in Untersuchungshaft.

Sein mutmaßlicher gleichaltriger Komplize ist laut Staatsanwalt flüchtig, sein Aufenthaltsort ist unbekannt. Sollte der Angeschuldigte entsprechend der Anklage verurteilt werden, drohe eine Freiheitsstrafe von mindestens drei Jahren bis zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe, so die Staatsanwaltschaft.

Gibt es einen Zusammenhang mit der Schuss-Serie?

Bereits kurz nach der Tat war die Frage, ob die Schüsse mit der Schuss-Serie im Großraum Stuttgart in Verbindung stehen, Thema im Innenausschuss des baden-württembergischen Landtags. Innenminister Thomas Strobl (CDU) kam damals zu dem Schluss, es gebe keine belastbaren Erkentnisse, dass die Tat damit zusammenhängen würde. Er könne es aber auch nicht ausschließen.

Wie die Staatsanwaltschaft Ulm jetzt mitgeteilt hat, liegen momentan keine Hinweise darauf vor, dass die Tat mit der Schuss-Serie in Verbindung steht. Laut Staatsanwaltschaft ist das Motiv der Tat bisher allerdings unklar.

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SWR

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