Die schweren Unwetter in Italien haben auch für Menschen aus Baden-Württemberg und der Region Stuttgart Konsequenzen. Rund 200 Menschen sitzen aktuell auf der Urlaubsinsel Elba fest, unter ihnen auch Gerhard Wörner aus Stuttgart-Bad Cannstatt. Eigentlich würde er gerade seinen Stand für das diesjährige Cannstatter Volksfest aufbauen.
Wegen Unwetter auf Elba: Keine Abreise mit Auto
"Wir wollten am Morgen mit unserem Auto die Fähre nach Hause nehmen. Das ist aber gerade unmöglich", erzählt Gerhard Wörner dem SWR. Die einzige Autobrücke aus dem Ort Forno ist eingestürzt, an ihrer Stelle klafft nun ein großes Loch, gefüllt mit Schlamm und Wasser. "Ich müsste dringend weg, um meinen Stand im Albdorf aufzubauen", erzählt der Wasen-Beschicker weiter. Nach seinen Informationen dauert es voraussichtlich bis Dienstag, bis er mit dem Auto abreisen könnte.
Einzige Möglichkeit: Zu Fuß von der Insel
Für seine Frau ist das ebenfalls zu spät - sie ist Schwimmlehrerin und möchte ihre Schülerinnen und Schüler am Montag nicht versetzen. Deswegen läuft sie zu Fuß mit Freunden zu einem anderen Punkt der Insel, erzählt Gerhard Wörner. Von dort aus könne sie mit der Fähre übersetzen und an Land mit anderen Verkehrsmitteln weiterreisen. Gerhard Wörner wartet derweil auf der Insel, damit das Auto dort nicht stehen bleibt. "Sonst müsste ich mir überlegen, wann ich es abholen kann."
Unwetter in Italien
Mehrere Regionen in Italien werden derzeit von Unwettern heimgesucht. Laut der Nachrichten-Agentur Ansa wurde in Venetien der Notstand ausgerufen, auf der Ferieninsel Elba gab es zum dritten Mal innerhalb von vier Wochen schwere Regenfälle und Überschwemmungen.