Divna Lasarevic aus Stuttgart und ihre Hündin Shanti haben zusammen rund eine Woche im Auto gelebt, mitten in der Stadt. Denn Shanti leidet an Epilepsie und hatte kürzlich eine große Operation. "Der Meniskus war relativ zerfetzt, der wurde jetzt entfernt", erklärt Divna Lasarevic. Auch wegen eines Tumors im Brustbereich sei der Eingriff nötig gewesen.
Seither konnte sich Shanti nur schwer bewegen. Treppen durfte die Hündin kurz nach der Operation nicht hochgehen. Sie nach oben in die Wohnung zu tragen, wäre für die zierliche Hundebesitzerin unmöglich gewesen. Deshalb musste eine Alternative her. Die beiden zogen aus dem Haus vorübergehend ins Auto.
Frau im Auto in Stuttgart: Kalte Nächte
"Ich glaube, die erste Nacht war die härteste", erzählt die Hundebesitzerin im Rückblick. Nach zwei Stunden brachten die Wärmflaschen nichts mehr, dann halfen nur noch andere Tricks. "Decken ohne Ende, Kissen, zum Teil Jacken, so eine wärmende Felljacke", erzählt Divna Lasarevic. Und sie habe immer wieder das Auto angemacht, um die Winternächte durchzustehen.
Drei bis vier Mal am Tag gingen Shanti und Lasarevic für wenige Minuten Gassi. Frauchen Lasarevic wollte "ganz arg darauf achten, dass nichts weiteres kaputt geht" bei Shanti. 50 Kilo wiegt die Hündin, genauso viel wie ihr Frauchen.
Nachbarn und Freunde haben Lasarevic während der Zeit im Auto geholfen, zum Beispiel mit warmer Suppe. Inzwischen ist Dina Lasarevic nach rund einer Woche im Auto wieder zurück in ihrer Wohnung. Shanti darf jetzt mit Unterstützung zwar wieder Treppen steigen, muss sich aber weiterhin schonen. Nach der Rückkehr ins Warme hätten Shanti und sie erstmal lange geschlafen, so Lasarevic. Sie hofft, dass ihre Hündin sich weiterhin gut erholt und ihr noch viel Zeit mit Shanti bleibt.