18 Wettkämpfe trotz Schnee und Sturm

Deutschland holt 13 Medaillen beim Para-Biathlon-Weltcup am Notschrei

Die deutschen Para-Biathleten haben für viel Jubel am Notschrei bei Todtnau gesorgt. Der Freiburger Nico Messinger holte gleich zweimal Gold. Auch der Veranstalter ist zufrieden.

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Von Autor/in Silas Schwab

Das lässt hoffen für die Paralympics in Cortina d'Ampezzo im März: Das deutsche Para-Biathlon-Team hat am Notschrei bei Todtnau (Kreis Lörrach) starke Leistungen gezeigt. Besonders der sehbehinderte Freiburger Biathlet Nico Messinger überzeugte mit zwei ersten und einem zweiten Platz. Lennart Volkert, der in Freiburg lebt und trainiert, gewann den Weltcup am Sonntag, wurde am Samstag Dritter und am Donnerstag Zweiter. Johanna Recktenwald, die ebenfalls in Freiburg lebt, stand dreimal auf dem Podest und gewann den abschließenden Sprint am Sonntag.

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Gute Verhältnisse nach Trainingsabsage

"Der Schwarzwald hat sich im Original gezeigt", kommentierte Rene Fleckenstein, Geschäftsführer des Nordic-Centers am Notschrei das Weltcupwochenende. Gemeint ist das Wetter: Wind am Donnerstag, Sturm und Regen am Freitag und dann viel Schnee am Samstag.

Das Training am Freitag musste komplett abgesagt werden. Doch die Loipe war bei den Wettkämpfen immer top, das bestätigten mehrere Athleten. "Man muss schon sagen, die Organisatoren hier machen einen richtig guten Job", lobte Bundestrainer Ralf Rombach aus Freiburg.

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Zahlreiche Erfolge auf der "Heimstrecke"

Und seine Biathletinnen und Biathleten wussten die geschaffenen Bedingungen zu nutzen. Neben den Erfolgen der Freiburger Nico Messinger, Lennart Volkert und Johanna Recktenwald gab es noch mehr zu feiern: Anja Wicker aus Stuttgart wurde zweimal Zweite in der Klasse der sitzenden Athletinnen und gewann am Sonntag. Marco Maier aus Bayern belegte am Samstag den ersten Platz in der Klasse der stehenden Männer.

Der Notschrei ist der Trainingsschwerpunkt der deutschen Para-Biathleten. "Rund 80 Prozent unseres Teams leben rund um Freiburg", schätzt Bundestrainer Ralf Rombach. Deshalb besuchten auch viele Familien und Freunde der Athleten die insgesamt 18 Wettkämpfe. "Hier ist alles ein bisschen entspannter als wenn wir unterwegs sind für den Weltcup. Deshalb fühlt es sich gut an", sagte Nico Messinger.

Überschaubare Besucherzahlen am Notschrei

Trotz kostenlosen Eintritts war der Besucherandrang bei den Wettkämpfen nicht besonders groß. Einige hundert Zuschauer kamen an den drei Wettkampftagen. Dennoch zeigte sich Organisator Rene Fleckenstein zufrieden: "Wir hatten super Wettkämpfe, supertolle Helfer, viele Volunteers, die aus der Region stammen."

Ob der Para-Biathlon-Weltcup auch im nächsten Jahr wieder Halt am Notschrei macht, konnte Fleckenstein nicht beantworten. Das werde das Organisationskomitee gemeinsam mit dem Biathlon-Weltverband in den nächsten Monaten diskutieren.

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