Die Bergwacht Schwarzwald steht vor einer neuen Herausforderung: In diesem Jahr beginnt sie mit dem Aufbau eines Teams, das künftig europaweit im Einsatz sein soll. Die Spezialeinheit wird Teil des Katastrophenschutzes der Europäischen Union. Bis die Bergretterinnen und -retter tatsächlich zu Einsätzen ins Ausland entsandt werden, könnten jedoch noch einige Jahre vergehen.
Bergrettung gefragt - die Kernkompetenz der Bergwacht
Die Spezialeinheit, das sogenannte "Mountain Search and Rescue"-Modul, soll künftig aus rund 40 Einsatzkräften der Bergwacht Schwarzwald bestehen. Sie kommen zum Einsatz, wenn die Europäische Union ihre Unterstützung anfordert. Der bestehende EU-Katastrophenschutzmechanismus, der seit mehreren Jahren besteht, wird damit durch spezialisierte Retterinnen und Retter aus Baden-Württemberg ergänzt.
Immer mehr Arbeit für die Bergwacht auch im Sommer Viele Einsätze: Bergwacht Schwarzwald zieht erste Bilanz
Schon vor Jahresende spricht die Bergwacht Schwarzwald von einem einsatzreichen Jahr. Auffällig ist vor allem, wie oft sie im Sommer ausrücken musste.
Bergwacht Schwarzwald macht sich fit für EU-Einsätze
Bis es so weit ist, stehen jedoch umfangreiche Vorbereitungen an. "Der Aufbau- und Zertifizierungsprozess bei der EU ist sehr anspruchsvoll und dauert etwa drei bis vier Jahre", teilt Adrian Probst, Landesvorsitzender der Bergwacht Schwarzwald, mit. Geplant sei in diesem Jahr unter anderem ein Vor-Ort-Austausch mit Bergrettungsdiensten in Polen und Spanien. Zudem sollen erste Einsatzkonzepte erarbeitet werden. Auch die Beschaffung von Sonderfahrzeugen und spezieller Ausrüstung steht an. Ein weiterer Meilenstein ist eine groß angelegte internationale Übung, die 2027 in Tirol stattfinden soll.
Probst hofft, dass die neue Einheit einen aktiven, innovativen und wertvollen Beitrag zur Sicherheit und zum Bevölkerungsschutz in Europa leisten kann.
Zudem kann gezeigt werden, dass Europa auch aus dem kleinsten Schwarzwaldtal positiv mitgestaltet werden kann.