Die Wanderin war in der Nähe der Zweribach-Wasserfälle bei Simonswald (Kreis Emmendingen) von ihrer Handy-App in unwegsames, steiles Gelände gelotst worden. Als sie schließlich stürzte, musste sie die Bergwacht abtransportieren. Ein Rettungshubschrauber brachte sie in eine Klinik.
Touristin kann Unfallort nicht alleine verlassen
Die amerikanische Touristin hatte sich im Fallen mit einem Wanderstock abstützen können, um nicht noch tiefer abzurutschen, so die Bergwacht Schwarzwald gegenüber dem SWR. Bei dem Sturz verletzte sie sich aber und konnte den Unfallort nicht mehr aus eigener Kraft verlassen. In ihrer unglücklichen Lage wählte sie den Notruf.
Notärztin seilt sich vom Hubschrauber ab
Die Bergwacht überflog das Gebiet, in dem sie die Frau vermutete, mit einem Hubschrauber der DRF Luftrettung. Als der Rettungsdienst sie fand, seilte sich eine Notärztin an Bord des Helikopters zu der Verletzten ab. Vor Ort stellte sie bei der Touristin mehrere Verletzungen fest, besonders schwer an der Schulter.
Verletzte wird mit Stahlseil in Hubschrauber gezogen
Zur gleichen Zeit machte sich eine Gruppe von der Bergwacht zu Fuß auf den Weg zu der Amerikanerin. Am Unfallort angekommen, brachten die Helfer die Frau mit einer sogenannten Gebirgstrage etwa 50 Meter den Hang hinunter auf eine Lichtung. Von dort aus wurde die Frau, deren Alter eine der Helferinnen vor Ort auf 40 bis 60 schätzte, in einen Rettungssack gewickelt an einem Stahlseil in den Hubschrauber befördert. Der Helikopter brachte sie in ein nahe gelegenes Krankenhaus.
Bergwacht: Apps nicht blind vertrauen
Die Bergwacht Schwarzwald bittet darum, sich nicht zu sehr auf Navigations-Apps zu verlassen, die nicht von den örtlichen Tourismus-Agenturen sind. Im Winter hatte es einen ähnlichen Fall in der Ravenna-Schlucht im Schwarzwald gegeben, bei dem Touristen vom Weg abgekommen waren und von der Bergwacht gerettet werden mussten.