Mit 64 Prozent der Stimmen

Nach Streit: Oberwolfacher wählen Jürgen Nowak händisch zum Bürgermeister

Er war kein offizieller Kandidat, trotzdem haben die Oberwolfacher seinen Namen auf ihre Stimmzettel geschrieben. Alt-Bürgermeister Jürgen Nowak ist erneut gewählt worden.

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Von Autor/in Paulina Flad

Bei der Bürgermeisterwahl in Oberwolfach (Ortenaukreis) am Sonntag ist Jürgen Nowak im ersten Wahlgang zum Bürgermeister gewählt worden. Der Alt-Bürgermeister erhielt 64,01 Prozent der Stimmen - und das, obwohl sein Name nicht auf dem Stimmzettel stand.

Nach Streit mit dem Gemeinderat zog sich einziger Kandidat zurück

Auf dem Stimmzettel stand nämlich nur der 46-jährige Michael Hogenmüller (parteilos). Eigentlich wollte der die Nachfolge von Matthias Bauernfeind (CDU) antreten, der im Sommer zum neuen Oberbürgermeister von Bühl (Kreis Rastatt) gewählt worden war. Nach einem Streit mit dem Gemeinderat um ein Papier zur Amtsführung zog Hogenmüller seine Bewerbung wenige Tage vor der Wahl allerdings zurück. Sein Name stand aber weiterhin auf dem Stimmzettel.

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Alt-Bürgermeister springt ein

Daraufhin hatte sich Ex-Bürgermeister Jürgen Nowak ins Spiel gebracht. Der 68-Jährige war von 1983 bis 2015 Bürgermeister von Oberwolfach und kündigte an, dass er das Amt noch einmal für eine Übergangszeit übernehmen würde. Sein erster Arbeitstag soll der 1. Dezember sein. Wie lange er im Amt bleibt, ist noch unklar. Kommende Woche soll es ein erstes Gespräch mit den Amtsleitern geben.

Die Wählerinnen und Wähler mussten seinen Namen in einer freien Zeile auf dem Stimmzettel selbst eintragen. Genau genommen stimmten 754 Oberwolfacher für Nowak. Michael Hogenmüller erhielt 20,54 Prozent der Stimmen.

Die Wahlbeteiligung liegt bei rund 60 Prozent, was 1.235 Wählerinnen und Wählern entspricht. Stimmberechtigt waren 2.047 Menschen aus Oberwolfach.

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