Olympia-Sieg im Skicross

Im Schwarzwald wird gefeiert: Daniela Maier vom SC Urach gewinnt Olympia-Gold

Jubel in Urach bei Vöhrenbach. Beim Public Viewing feiern 60 Fans Daniela Maiers Goldmedaille. Auch der Olympiastützpunkt Freiburg-Schwarzwald freut sich mit.

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Daniela Maier hat es geschafft: Die 29-jährige Athletin aus Vöhrenbach-Urach (Schwarzwald-Baar-Kreis) gewann im Skicross im Snow Park von Livigno in Italien die olympische Goldmedaille. In ihrem Heimatdorf Vöhrenbach-Urach ist die Freude groß. Rund 60 Leute haben im Dorfgemeinschaftshaus beim gemeinsamen Public Viewing Maiers Olympiasieg verfolgt. "Wir haben uns riesig für sie gefreut. Die Stimmung war super", sagt Nicole Demattio vom SC Urach. Und auch der Dorfvorsteher Markus Dannecker hat mitgefiebert. "Ich habe zehn Sofakissen zerdrückt. Es war sehr emotional. Jetzt hat sie das gekriegt, was sie die letzten Wochen aufgebaut hat."

In Urach feiert die Gemeinde ausgelassen den Olympiasieg der Schwarzwälderin Daniela Maier.
In Urach feiert die Gemeinde ausgelassen den Olympiasieg der Schwarzwälderin Daniela Maier.

Freude über die Goldmedaille auch beim Olympiastützpunkt Freiburg-Schwarzwald

Für die 29-Jährige ist es der Lohn jahrelanger harter Arbeit und für ihre sportlichen Wegbegleiter ein besonderer Moment. Einer von ihnen ist Jürgen Willrett, Leiter des Olympiastützpunkts Freiburg-Schwarzwald. Seit 1992 arbeitet er am Stützpunkt und hat zahlreiche Athletinnen und Athleten auf ihrem Weg begleitet – auch Daniela Maier.

Wir freuen uns wahnsinnig mit ihr. Dass wir ein Teil dieses langen Weges sein konnten, macht uns natürlich stolz.

Für Daniela Maier ist der Sieg noch immer surreal. "Es war ein hartes Battle", sagte die Sportlerin vom SC Urach dem ZDF. "Ich habe es erst auf dem Podium realisiert, als ich die Medaille umgehängt bekommen habe. Ich werde noch ein bisschen brauchen, bis ich es realisiere."

Ich bin extrem dankbar, dass ich so ein starkes Umfeld um mich habe.

Fans aus Urach feiern den Olympiasieg von Skicrosserin Daniela Maier vor Ort in Livigno.
Der Fanclub von Daniela Maier, bestehend aus Familie und Freunden, ist mitgereist und feiert den Olympiasieg der Skicrosserin vor Ort im italienischen Livigno.

Maier wurde im Nachwuchsbereich am Stützpunkt betreut. Sie besuchte das Otto-Hahn-Gymnasium in Furtwangen, das Teil des Eliteschulverbunds des Skiinternats Furtwangen ist. Trainingszeiten, Lehrgänge und Wettkämpfe werden mit dem Stundenplan abgestimmt, um schulische Nachteile zu vermeiden. Zusätzlich erhalten die Talente trainingswissenschaftliche Unterstützung, um optimale Trainingsbedingungen zu schaffen.

Willrett: Grundlage für Karriere im Schwarzwald gelegt

Inzwischen lebt Maier in Bayern und trainiert an einem anderen Stützpunkt. Doch die Grundlagen ihrer Karriere seien im Schwarzwald gelegt worden, berichtet Willrett. Für ihn ist ihr Olympiasieg auch eine Bestätigung des Fördersystems: "Und das zeigt auch, dass die Strukturen doch funktionieren. Man braucht für jede Karrierestation die entsprechenden Rahmenbedingungen." Am Olympiastützpunkt Freiburg-Schwarzwald richtet sich der Blick nun bereits auf die nächsten Großereignisse. Neben erfolgreichen Biathletinnen stehen vor allem die Paralympics im Fokus – ein großer Teil der deutschen Mannschaft kommt aus der Region Freiburg.

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SWR Aktuell Baden-Württemberg SWR BW

Erstmals publiziert am
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Autor/in
Charlotte Schönberger
Charlotte Schönberger, Redakteurin und Reporterin beim SWR
Jorina Stuber
Jorina Stuber

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