Nach dem mutmaßlichen sexuellen Missbrauch einer Sechsjährigen in der Nähe des Freizeitbads Rulantica in Rust (Ortenaukreis) ist der 31-jährige Tatverdächtige am Donnerstagabend von der rumänischen Polizei an deutsche Behörden übergeben worden. Nach Angaben der rumänischen Polizei hat die Auslieferung am Bukarester Flughafen "Henri Coanda" stattgefunden. Am Freitagvormittag wurde der Mann dem Haftrichter des Amtsgerichts Freiburg vorgeführt. Inzwischen sitzt der Mann in Untersuchungshaft.
Mann nach internationalem Haftbefehl gefasst
Zuvor hatte der Mann in nordwestrumänischen Oradea in Auslieferungshaft gesessen, nachdem er aufgrund eines internationalen Haftbefehls in seinem nahegelegenen Heimatdorf gefasst wurde. Laut Polizei wurde der Verdächtige einige Tage nach dem Vorfall mithilfe von Videoaufnahmen des Bades und einem unbeteiligten Zeugen identifiziert. Auf den Überwachungsvideos sei zusehen gewesen, wie der Mann das Mädchen ansprach, als es seine Eltern aus den Augen verloren hatte. Der Mann soll seinen Wohnsitz in der Region rund um das Bad haben. Er gilt als polizeibekannt, jedoch nicht wegen Sexualstraftaten.
Verdächtiger am Freitag in Rumänien gefasst Nach mutmaßlichem Missbrauch an Mädchen: Gericht entscheidet über Auslieferung von Verdächtigem
Der Tatverdächtige im Missbrauchs-Fall beim Europa-Park-Erlebnisbad ist in Rumänien festgenommen worden. Dort entscheidet nun ein Gericht, wann er nach Deutschland gebracht wird.
Dem 31-jährigen Rumänen wird vorgeworfen, das sechs Jahre alte Mädchen am 9. August aus dem Bad in der Nähe des Europaparks in Rust heraus in einen Wald gelockt und sexuell missbraucht zu haben. Rund zwei Stunden später wurde das Mädchen fünf Kilometer entfernt vom Schwimmbad gefunden.