Weil er einen 25-Jährigen mit einem Messer lebensgefährlich verletzt haben soll, ist ein 41-jähriger Mann seit Freitag in U-Haft. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft ermitteln wegen des Verdachts der versuchten Tötung gegen ihn.
Der Angriff soll sich schon Ende März ereignet haben, schreibt die Polizei in einer Mitteilung. Demnach seien beide Männer zu Besuch in einer Tübinger Flüchtlingsunterkunft gewesen. Dort soll der Tatverdächtige seinen "Landsmann" angegriffen und verletzt haben, heißt es weiter. Die beiden Männer stammen aus der Ukraine.
Nach Messerangriff: Mann musste notoperiert werden
Am späten Abend des 28. März hatten Bewohner der Flüchtlingsunterkunft den 25-Jährigen mit einer lebensgefährlichen Stichverletzung vor dem Haus gefunden und die Polizei alarmiert. Der junge Mann kam daraufhin in ein Krankenhaus und musste notoperiert werden. Den Rettungskräften und der Polizei habe der 25-Jährige zunächst gesagt, er habe Suizid begehen wollen und sich selbst verletzt.
Aus Angst vor Angreifer falsch ausgesagt
Erst Tage später habe der Verletzte bei der Polizei ausgesagt, dass er in der Gemeinschaftsküche der Unterkunft von seinem Bekannten plötzlich mit einem Messer angegriffen worden sei. Er habe aus Angst vor dem Mann zuerst von einem Suizidversuch gesprochen. Daraufhin hat die Polizei am Freitag die Wohnung des 41-jährigen Verdächtigen in Kirchentellinsfurt (Kreis Tübingen) durchsucht und ihn festgenommen. Die Ermittlungen zu dem Fall laufen weiter.