Die bei dem tödlichen Autounfall bei Waldachtal-Salzstetten (Kreis Freudenstadt) am 10. August schwerverletzte Zweijährige ist aus dem Koma erwacht. Sie sei außer Lebensgefahr und werde bei den Großeltern leben, so ein Polizeisprecher gegenüber dem SWR. Ihr Vater hatte sein Auto den Ermittlungen der Polizei nach in den Gegenverkehr gelenkt. Dabei waren er und sein drei Monate altes Baby gestorben. Zuvor hatte der Mann seine Lebensgefährtin getötet.
Zweijährige bei Besuch der Oma aus Koma erwacht
Die Zweijährige habe im Krankenhaus auf die Zuwendung ihrer Oma reagiert und sei erwacht. Sie sei noch auf der Intensivstation, aber erhole sich gut. Das hat Andrea Borg aus Bad Wildbad (Kreis Calw) dem SWR bestätigt. Sie ist eine Vertraute der Familie und hat eine Spendenaktion gestartet. Aktuell seien schon 16.000 Euro eingegangen. Jeder Cent gehe an die Hinterbliebenen, die die Unterstützung bräuchten, so Borg.
Große Anteilnahme in der Region rund um Waldachtal
Auch eine Frau aus Altensteig (Kreis Calw), eine Freundin der getöteten Frau, organisiere eine Spendensammlung. Es ist nun zehn Tage her, dass der 37-jährige Mann erst seine Partnerin getötet - mehr sagt die Polizei nicht - und anschließend mit seinen beiden Kindern im Auto einen Unfall verursacht hat. Er und sein dreimonatiges Baby sind dabei gestorben. Die Zweijährige überlebte schwer verletzt. Ebenso eine 29-jährige Frau, die das entgegenkommende Auto fuhr. Sie ist inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen worden.
Täter soll psychisch krank gewesen sein
Die Polizei ist sich sicher, dass der 37-Jährige der Täter ist, so der Sprecher. Man ermittele in dieser Frage nicht weiter. Das Motiv und der Tathergang bleiben allerdings weiterhin unklar. Ein kriminaltechnisches Untersuchungsergebnis, das auch über die Tatwaffe aufklärt, liegt der Polizei bisher nicht vor. Es gebe Hinweise darauf, dass der Täter psychisch krank war, so die Polizei.
Auch für erfahrene Beamtinnen und Beamte sei die Tat unbegreiflich und schwer zu ertragen, so der Polizeisprecher. Er sei froh, dass es einen psychologischen Notfalldienst gegeben habe, an den sich auch die mit dem Fall betrauten Kollegen wenden können.