Thomas Micolino von der Eisdiele "Rino" in Rottenburg (Kreis Tübingen) hat bei der Gelato-Weltmeisterschaft einen Kreativ-Preis gewonnen. Für einen Platz auf dem Podium in Las Vegas hat es nicht gereicht. Doch seine Kreation aus Kamelmilch hat die Jury dann doch überzeugt.
Eismacher: Weltmeisterschaft in Las Vegas war große Sache
Den Titel des Deutschen Meisters hatte Micolino mit seiner Sorte Kamelatte schon geholt. Mit diesem Sieg hat er sich auch für die Gelato Festival World Masters in Las Vegas in den USA qualifiziert. Dort sei die Konkurrenz sehr stark gewesen, sagte Micolino dem SWR. Er habe nicht damit gerechnet, einen Preis zu gewinnen. Für ihn war das "schon eine große Sache".
Am Tag nach seiner Auszeichnung flog der Eismacher wieder zurück nach Deutschland. Am Freitag landete er in München. In seiner Eisdiele in Rottenburg ist die Freude groß. Sie sei sehr stolz auf ihren Sohn, sagte Micolinos Mutter. Die selbst in der Eisdiele hinterm Tresen steht und Eis verkauft.
Konkurrenz aus der Familie
Familie spielte für den Rottenburger Eismacher eine große Rolle bei der WM. Einer seiner Konkurrenten war sein Ausbilder, Rino Bernardi. Er ist gleichzeitig der Patenonkel von Thomas Micolino. Der Eismacher aus Ochsenhausen (Kreis Biberach) gewann keinen Preis. Der beste Gelatiere der Welt kommt aus Belgien. Auf Platz zwei landete ein Spanier, Dritter wurde ein Niederländer.
Eisdiele auch über Rottenburg hinaus bekannt
Die Eisfans in Rottenburg sind stolz auf ihren Gelatiere. "Wir freuen uns alle, weil das Eis wirklich gut ist", so eine Kundin. Schon vor dem WM-Erfolg seien die Schlangen vor der Eisdiele im Sommer lang gewesen, sagte ein Passant dem SWR. Micolino mache seine Arbeit gut und sei sehr bekannt in der Gegend, meinte ein anderer. Eine weitere Kundin gestand, dass sie die Sorte Kamelatte zwar noch nicht probiert habe, "aber auch das ganz normale Eis schmeckt einfach gut," fügte sie lachend hinzu.