Lange Staus auf Bundesstraßen

Erneut Streik: In Reutlingen und Tübingen fahren keine Busse

Die Streiks der Busfahrer sorgten am Mittwochvormittag in Tübingen und Reutlingen für längere Staus. Die Gewerkschaft ver.di ruft diese Woche erneut zu Warnstreiks auf.

Teilen

Stand

Von Autor/in Bertram Schwarz

Die Streiks im Busverkehr und im öffentlichen Dienst gehen weiter. In Reutlingen und Tübingen stehen auch am Mittwoch die Busse still. Auf den Bundesstraßen B27 und B28 rund um Tübingen gab es am Vormittag längere Staus. Auch wegen eines Unfalls, der sich auf der B27 bei Tübingen - Derendingen ereignet hatte. Rund 120 Busfahrer aus Reutlingen und Tübingen sind laut der Gewerkschaft ver.di am Mittwoch zu einer Kundgebung nach Calw gefahren.

Laut ver.di nahmen bei Demos in Tübingen am Dienstag rund 400 Menschen teil. Unter ihnen waren viele Busfahrer - unter anderem aus Tübingen, Reutlingen, Göppingen, Sinsheim und Wiesloch. Sie gingen in Protestzügen durch die Stadt. Danach versammelten sie sich zu einer Kundgebung auf dem Tübinger Marktplatz.

Gewerkschaft zufrieden mit Streikverlauf

Die Gewerkschaft Verdi ist zufrieden mit der Busstreik-Beteiligung am Mittwoch. 13 private Betriebe aus der Region Neckar-Alb wurden aufgerufen. Manche beteiligten sich sehr stark, manche eher wenig bis gar nicht, so ein Gewerkschaftssprecher. Etwa 60 Busfahrerinnen und Busfahrer aus Reutlingen und 50 aus Tübingen nahmen an einer zentralen Kundgebung in Calw teil. Sie wollten mit Bussen dorthin fahren. Aber nach Angaben des Gewerkschaftssprechers habe der Arbeitgeberverband dem privaten Unternehmen untersagt, die Busse für die Fahrt nach Calw zur Verfügung zu stellen. Deshalb fuhren die Streikenden mit privaten PKW.

Notfahrplan für Klinik-Busse in Tübingen

In Tübingen fährt auch am Mittwoch lediglich einmal in der Stunde ein Bus vom Hauptbahnhof zu den Kliniken und zurück – die Stadtwerke warnen vor seiner Überlastung. Ansonsten fährt nur noch die Linie 19 BG Unfallkliniken-Hauptbahnhof-Bühl zu einem Drittel des regulären Angebots, schreiben die Stadtwerke. Ab Donnerstag sollen die Busse in Reutlingen und Tübingen wieder planmäßig fahren.

Ein voller Bus in Tübingen steht an der Bushaltestelle. Einzig die Linie 19 fährt stündlich zu den Tübinger Kliniken
Die Gewerkschaft ver.di hat zum Warnstreik aufgerufen. Auch viele Busse werden bestreikt. Lediglich die Linie 19 fährt stündlich zu den Tübinger Kliniken und ist proppenvoll.

Zahlreiche Streiks im öffentlichen Dienst in Reutlingen

Für Donnerstag hat die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten im öffentlichen Dienst in Reutlingen zum Streik aufgerufen. Betroffen sind unter anderem das Landratsamt, die Kreiskliniken, Kitas und die Müllabfuhr. Auf dem Reutlinger Marktplatz gibt es am Donnerstag um 11 Uhr eine Kundgebung.

Streiks vor nächsten Tarifverhandlungen

Am Donnerstag steht die vierte Tarif-Verhandlungsrunde im privaten Omnibusgewerbe an, kommenden Montag dann im öffentlichen Dienst. Die Gewerkschaft ver.di fordert acht Prozent mehr Geld im Monat im öffentlichen Dienst, neun Prozent mehr im privaten Busgewerbe. Der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen (WBO) hat inzwischen ein Angebot vorgelegt, den Tariflohn um 7,5 Prozent in drei Stufen zu erhöhen.

Baden-Württemberg

Tarifkonflikt dauert an Busse fallen aus: Wieder Warnstreiks in BW

Bei den privaten Busunternehmen in BW gibt es wieder Warnstreiks. Die Gewerkschaft ver.di hat dazu aufgerufen. Am Wochenende waren bereits Schwäbisch Hall und Reutlingen betroffen.

Baden-Württemberg

Kitas, Kliniken und Verwaltungen betroffen Warnstreiks im öffentlichen Dienst in BW: So geht es am Donnerstag weiter

Im Tarifstreit für den öffentlichen Dienst hat ver.di ihre Warnstreiks ausgeweitet. In mehreren Städten legen Beschäftigte ihre Arbeit nieder. Mit Folgen für den Nahverkehr.