Seit rund 20 Jahren unterstützt der Balinger Björn Gruner Feuerwehr und Polizei im Zollernalbkreis bei Einsätzen mit exotischen Tieren. Er wird unter anderem gerufen, wenn bei Bränden oder Kontrollen Terrarien entdeckt oder Tiere beschlagnahmt werden. Zuerst hatte das "Schwäbische Tagblatt" berichtet.
Auffangstation mit Schlangen, Spinnen, Schaben und anderen Exoten
Gruner beschäftigt sich seit 40 Jahren mit exotischen Tieren. Begonnen habe alles in seiner Jugend mit der Zucht von Seepferdchen. Heute betreibt er eine Auffangstation mit rund 60 Tieren, darunter Schlangen, Vogelspinnen, Schaben, Skorpione und Schildkröten. Ein Know-how, auf das auch die Behörden im Landkreis immer wieder zurückgreifen.
Exotische Tiere werden im Klo entsorgt
Viele Tiere seien schon an ungewöhnlichen Orten entdeckt worden. Laut Gruner fanden Einsatzkräfte unter anderem einen Axolotl in einem Brunnen und eine Schlange im Klärwerk in Hechingen. Immer wieder würden Menschen Tiere aussetzen oder in die Toilette werfen, etwa weil sie zu groß geworden seien oder während eines Urlaubs nicht versorgt werden könnten.
Neben seinen Einsätzen für Behörden besucht Gruner auch Schulen, um über exotische Tiere zu informieren und Berührungsängste abzubauen. Er ist überzeugt, dass viele dieser Arten nicht in Gefangenschaft, sondern in ihrem natürlichen Lebensraum bleiben sollten. Besonders die Haltung giftiger Tiere in Privathaushalten sieht er kritisch.