Nach Beginn des Kriegs im Nahen Osten hat sich die Lage für die Fischer Group in der Golfregion inzwischen etwas beruhigt. Das Unternehmen ist mit mehreren Standorten in der Region vertreten, unter anderem in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Katar und in Saudi-Arabien. Regionalgeschäftsführer Gürol Sevim, der in Dubai arbeitet, berichtet, er habe dort am ersten Kriegstag Explosionen deutlich gesehen und gehört. Im Luftraum habe er viele Knalleffekte und Lichtbögen wahrgenommen. Das Abwehrsystem der Emirate funktioniere aber offenbar gut.
Emirate und Katar besonders betroffen
Besonders stark betroffen von den Angriffen waren nach Angaben des Unternehmens die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar. In Saudi-Arabien blieb die Lage zunächst deutlich ruhiger. Insgesamt beschäftigt die Fischer Group rund 250 Mitarbeitende in der Golfregion, etwa 100 davon in den Emiraten. Unter ihnen sind auch drei Angestellte aus Deutschland.
Kurzfristige Sicherheitsmaßnahmen waren notwendig
Aus Sicherheitsgründen hatte das Unternehmen zunächst Shops und Lager geschlossen und Homeoffice angeordnet. Einige Mitarbeitende zogen vorübergehend zu Kolleginnen und Kollegen in niedrigere Stockwerke, um besser vor Luftangriffen geschützt zu sein. Wer keine Ausweichmöglichkeiten hatte, wurde vom Unternehmen in Hotels untergebracht.
Bauprojekte laufen wieder an
Inzwischen kehrt der Alltag langsam zurück. Baustellen bestellen wieder Material, und Fischer liefert Befestigungssysteme für Bau- und Infrastrukturprojekte in der Region.
Kurzzeitig gab es Probleme bei der Luftfracht, weil Flüge ausgesetzt wurden. Über den Seeweg liefen die Lieferungen jedoch weiter. Größere wirtschaftliche Auswirkungen sieht das Unternehmen bislang nicht.