Die Stadt Albstadt (Zollernalbkreis) will aus Geldmangel die Schullandschaft drastisch verändern. Seit Wochen gibt es deshalb Diskussionen und Proteste in der Stadt. Vor allem die geplante Schließung eines Progymnasiums, eines Gymnasiums ohne Oberstufe, ist umstritten. Der Gemeinderat hat sich am Donnerstag mit 20 von 32 Stimmen für die Schulpläne der Stadtverwaltung ausgesprochen.
Protest und Unterschriftenübergabe vor der Gemeinderatssitzung
Rund 250 Schüler, Eltern und Anhänger des Progymnasiums haben vor der entscheidenden Sitzung des Gemeinderats vor der Festhalle von Albstadt-Ebingen demonstriert. Sie haben mehr als 5.000 Unterschriften gegen die Schließung ihrer Schule an Albstadts Oberbürgermeister Roland Tralmer (CDU) übergeben.
Wahl fand anonym statt- Räte bedroht
Er und viele Ratsmitglieder betonten, dass die Entscheidung über die Schulpläne eine der schwersten gewesen sei, die der Gemeinderat in den vergangenen Jahren treffen musste. Man habe sie sich nicht leicht gemacht. Die Wahl fand auf Antrag mehrerer Fraktionen geheim statt. Im Vorfeld seien einzelne Ratsmitglieder unter Druck gesetzt und bedroht worden, hieß es.
Progymnasium und Werkrealschule sollen schließen
Die Stadt will eine Werkrealschule und ein Progymnasium schließen und sich so einen bereits geplanten Neubau für eine andere Schule sparen. Er hätte rund 27 Millionen Euro kosten sollen. Das Geld will die Verwaltung an anderer Stelle in Schulen und Turnhallen investieren.
Zu teuer für die Stadt: Albstadt will eine erfolgreiche Schule schließen
Behörden müssen Schließung von Schulen in Albstadt zustimmen
Mit dem Gemeinderatsbeschluss sind die Schulschließungen und anderen geplanten Veränderungen der Albstädter Schullandschaft noch nicht in trockenen Tüchern. Unter anderem müssen das Kultusministerium und das Regierungspräsidium noch zustimmen.