Nach dem vielen Regen hatten sich Anfang der Woche Steine und Felsbrocken an der Honauer Steige (Kreis Reutlingen) gelöst und sind auf die Straße gestürzt. Die Steige liegt auf der B312 und verbindet die Region um Reutlingen mit der Schwäbischen Alb. Die Straße wurde für mehrere Tage voll gesperrt, nur Busse und Rettungsdienst durften fahren - über den Radweg neben der Straße. Erst hieß es, die Strecke bleibe bis Mitte kommender Woche gesperrt, doch nun wurde sie am Freitagnachmittag wieder freigegeben. Das teilte das Landratsamt mit.
Honauer und Holzelfinger Steige gleichzeitig gesperrt
Die Felsbrocken, die an der Honauer Steige lose am Hang lagen, hat eine Spezialfirma jetzt herausgeholt und den Hang gesichert. Dabei sind teils große Felsbrocken auf die Straße gestürzt. Davor wurde die Straße zum Schutz mit einer Schotterschicht bedeckt.
Die Sperrung der Honauer Steige sei für Anwohner und Pendler eine große Belastung gewesen, heißt es aus dem Landratsamt Reutlingen. Vor allem, weil auch die nebenan liegende Holzelfinger Steige wegen Bauarbeiten schon länger gesperrt ist.
Landrat Fiedler fordert zukunftsfähigen Albaufstieg
Der Reutlinger Landrat Ulrich Fiedler hat anlässlich der aktuellen Ereignisse an der Honauer Steige einen zukunftsfähigen Albaufstieg von Bund und Land gefordert. Er kritisierte, dass die Infrastruktur im Landkreis Reutlingen nicht mehr zeitgemäß sei. Die aktuelle Situation an den Albsteigen zeige, dass es einen zuverlässigen und zukunftsfähigen Albaufstieg brauche - auf der Straße und auf der Schiene in Form der Regionalstadtbahn.
"Felsen zu sichern und Löcher zu stopfen ist mühsam und bringt auf Dauer keine Besserung", sagte der Landrat. Durch immer neue Standards würden Planungen zunichte gemacht und die Kosten in die Höhe getrieben. Seine Kritik richtet sich an Bund und Land, weil diese als Finanzierungs- und Planungsbehörden in einer besonderen Verantwortung seien.