Das Neue Kunstmuseum Tübingen (NKT) feiert den Künstler Janosch. Am 11. März 2026 wird er 95 Jahre alt. Das NKT veranstaltet deswegen eine Sonderschau. Darin gibt es Werke des Künstlers und Eindrücke aus seinem Leben zu sehen. Außerdem sind rund 150 Kinder zu einer "Riesenparty für den Tiger" eingeladen.
Tigerente, Bär, Herr Wondrak und Co.
In der Sonderschau sind natürlich Janoschs berühmteste Figuren ausgestellt. Bekannt wurde er besonders für seine Tigerente, den Tiger, den Bären und sein Alter Ego, Herr Wondrak. Sie sind auf vielen Bildern im Neuen Kunstmuseum Tübingen zu sehen. Abgesehen davon steht auch eine große Tigerente auf Rädern im Ausstellungsraum.
Doch auch andere Stücke werden in der Sonderschau gezeigt. Neben seinen bekanntesten Figuren sind auch frühe Werke aus Janoschs Zeit in München ausgestellt. Janosch malte unter anderem ein Selbstporträt, eine Szene am Strand, den französischen Feldherr Napoleon und Abstraktes. Zudem fertigte er Skulpturen an.
SWR-Reporterin Catharina Straß hat Figuren aus Janosch´s Kinderbuch "Oh wie schön ist Panama" in einem Film zu neuem Leben erweckt. Mit ganz viel Bär und Tiger. Und die müssen sich in ihrem gemütlichen Leben am Fluss ganz und gar nicht mit dem Weltgeschehen plagen...
Rund 150 Kinder feiern Janoschs 95. Geburtstag
Der Humor und die Lebensfreude in Janoschs Werk ist nicht nur bei vielen Erwachsenen beliebt, sondern auch bei Kindern. Für sie veranstaltet das NKT an diesem Mittwoch, den 11. März, eine Geburtstagsfeier, teilt das Museum mit. Eingeladen sind dazu rund 150 Kinder aus fünf Schulklassen. Für die kleinen Museumsbesucherinnen und -besucher sind einige Ausstellungsstücke an den Wänden niedriger platziert und somit auf Augenhöhe der Kinder.
Groß und Klein können neben Einblicken in seine Kunst auch Einblicke in sein Leben bekommen. Beispielsweise ist seine Finca auf Teneriffa mit Originaleinrichtung in der Sonderschau ausgestellt. Auf die Insel war Janosch 1980 ausgewandert, weil ihm der öffentliche Druck in Deutschland zu groß geworden war.
Einblick in 95 Jahre leben und wirken
Auch andere biografische Einsichten bietet die Ausstellung, beschreibt Janoschs Verleger, Bernhard Feil. Geboren als Horst Eckert in Oberschlesien, wuchs Janosch beispielsweise mit einem alkoholkranken Vater auf. Mit ihm hatte der Künstler schwere Probleme, erzählt Feil dem SWR. Für Feil ein wichtiger Faktor für das lebensbejahende Werk des Künstlers.
Er hat versucht, diese schöne, heile Welt um ihn herum aufzubauen. Und das ist ihm ja sehr gut gelungen.
Darüber hinaus bekommen Besucherinnen und Besucher in der Ausstellung einen Eindruck davon, welche Rolle Tiere und der Katholizismus in Janoschs Leben spielten.
Die Sonderschau läuft vom 11. März bis zum 17. Mai im Neuen Kunstmuseum Tübingen.