Der lebensgefährliche Vorfall hat sich am Mittwoch im Bereich des Bahnhaltepunkts Wannweil abgespielt. Nach Einschätzung der Bundespolizei blieb die junge Frau nur durch ganz großes Glück offenbar unverletzt. Nach ihren bisherigen Ermittlungen hatte sich die Jugendliche kurz nach zehn Uhr vor einen durchfahrenden Zug längs ins Gleisbett gelegt. Der heranfahrende Lokführer sah das und leitete bei Tempo 110 eine Notbremsung ein. Von den Fahrgästen im Zug wurde niemand verletzt, so die Polizei.
Jugendliche wird überrollt und läuft anschließend lachend davon
Trotz der Schnellbremsung wurde die Jugendliche im Gleisbett überrollt. Nachdem der Zug zum Stehen gekommen war, konnte laut Polizei eine Zugbegleiterin beobachten, wie eine etwa 15- bis 18-Jährige von den Gleisen aufstand und lachend davonlief.
Bundespolizei ermittelt - es droht Gefängnis
Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Die Verdächtige hat schulterlange Haare und trug zur Tatzeit eine lange schwarze Daunenjacke und eine dunkelblaue Jeans. Die Bundespolizei sucht Zeugen, die Hinweise zur Tat oder der Unbekannten geben können.
Gefährliche Eingriffe in den Bahnverkehr, die vorsätzlich erfolgen, können mit sechs Monaten bis zehn Jahren Haft bestraft werden.
Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Aufenthalte im Gleisbereich lebensgefährlich sind. Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung oft erst sehr spät wahrgenommen werden. Selbst bei einer sofort eingeleiteten Notbremsung kommen Züge erst nach mehreren hundert Metern zum Stehen. Der Bremsweg eines Zuges bei 100 km/h beträgt bis zu 1.000 Meter.