Bedenken beim Datenschutz

KI-Kameras im Panorama-Bad Freudenstadt außer Betrieb

Vor knapp zwei Jahren schlug die Neuigkeit große Wellen: Im Panorama-Bad Freudenstadt sollte Künstliche Intelligenz den Bademeistern helfen. Doch der Datenschutz macht Probleme.

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Von Autor/in Ingemar Koerner

Im Panorama-Bad Freudenstadt sollten Kameras die Bademeister unterstützen, Notfälle oder die Gefahr von Ertrinken schneller zu erkennen. Damit sie schneller reagieren könnten. Doch seit fast einem Jahr sind die KI-Kameras außer Betrieb. Grund sind Bedenken beim Datenschutz.

Knackpunkt Datenschutz in Freudenstadt

Der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Baden-Württemberg hat die KI-Kameras kontrolliert und hatte noch "datenschutzrechtliche Hinweise", so eine Sprecherin der Stadt Freudenstadt. Danach seien die Kameras vor knapp einem Jahr vorsorglich abgeschaltet worden. Zurzeit würden die Hinweise sorgfältig geprüft.

Dafür gebe es engen Austausch mit dem städtischen Datenschutzbeauftragten und dem Hersteller. Ziel sei es, erklärte die Sprecherin, "mögliche Kritikpunkte - etwa im Hinblick auf die Bildauflösung und Datenspeicherung - konstruktiv aufzugreifen und technisch umzusetzen."

Badegäste auch ohne Kameras sicher

Für Badegäste habe die Situation keine Auswirkungen, so die Sprecherin weiter. Deren Sicherheit habe "jederzeit höchste Priorität - unabhängig vom Einsatz der KI." Auch ohne sie gewährleiste das Personal die Badeaufsicht. Derzeit sei der Plan, dass die Kameras ab Herbst wieder laufen können - einen konkreten Zeitpunkt wollte die Sprecherin aber nicht nennen.

Künstliche Intelligenz im Panorama-Bad

Seit August 2023 hängen an den Decken im Panorama-Bad Freudenstadt 15 Kameras. Sie sollten schon einen Monat früher eingesetzt werden. Doch es fehlten Kabel, so gingen sie erst später in Betrieb. Damals war man sich sicher, dass das System den Datenschutzregeln hierzulande entsprechen würde. Die Kameras würden keine Bilder oder Videos speichern und daher nicht gegen die Richtlinien verstoßen. Nun gibt es doch Bedenken. Das System hat rund 100.000 Euro gekostet.

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