Es tut sich etwas im Fürstlichen Park Inzigkofen (Kreis Sigmaringen). Aus dem Boden, der vom Winter noch braun-grau ist, sprießen die ersten Blumen. Die Märzenbecher haben dicke, weiße Blüten, die wie kleine Glocken an den Stängeln herunterbaumeln. Sie wachsen in Inseln und bedecken den Boden an einzelnen Stellen wie ein weißer Teppich.
SWR-Reporterin Nathalie Waldenspuhl hat sich im Fürstlichen Park von der Sonne verwöhnen lassen und die Märzenbecherblüte bestaunt.
Jetzt ist Frühling in Inzigkofen
Alfred Bauernfeind von der NABU-Ortsgruppe Sigmaringen freut sich über die ersten Blüten im Park. "Das sind die ersten bunten Tupfer in der Landschaft", sagt er. Er beobachtet die Märzenbecher in Inzigkofen schon seit Jahrzehnten. Und trotzdem ist es für ihn immer wieder eine Freude, wenn er sie im Frühling entdeckt.
Märzenbecher kommt in wenigen Tagen aus dem Boden
Im Fürstlichen Park fühlen sich die Märzenbecher besonders wohl. "Das liegt daran, dass wir hier einen lichten Wald haben", erklärt Bauernfeind. Solange die Laubbäume keine Blätter haben, komme viel Licht auf den Boden. Der Frühblüher könne dann schnell wachsen.
Ein paar Tage Sonnenschein reichen da schon aus. Die Märzenbecher wachsen nämlich aus einer Zwiebel heraus. Von dort aus werden sie mit wichtigen Nährstoffen versorgt. So können sie innerhalb weniger Tage sprießen und sind deutlich früher dran als andere Gewächse.
Pflücken verboten: Blumen stehen unter Naturschutz
So schön sie auch anzusehen sind: Märzenbecher dürfen nicht gepflückt und auch nicht ausgegraben werden. Die Blumen stehen unter Naturschutz. Vom Wegrand aus kann man die Blumen aber in den nächsten Wochen bewundern. Weitere "Märzenbecher-Hotspots" sind neben Inzigkofen das Lippachtal bei Mühlheim an der Donau (Kreis Tuttlingen), das Wolftal bei Hayingen (Kreis Reutlingen). Auch im Schmeiental bei Sigmaringen wird man fündig.