Wer in Tübingen parken will, braucht jetzt überall im Stadtgebiet einen Parkschein. Denn ab 1. November gibt es laut Verwaltung im öffentlichen Raum eine "flächendeckende Parkraumbewirtschaftung". Dahinter steckt das Ziel, bis 2030 klimaneutral zu werden. Mit den zusätzlichen Einnahmen will die Stadt den öffentlichen Nahverkehr unterstützen.
Kostenlos parken: Wenige Ausnahmen in der Stadt
In der Altstadt müssen Autofahrerinnen und Autofahrer montags bis sonntags von 8 bis 20 Uhr einen Parkschein lösen. Nachts ist das Parken dort kostenlos. Andernorts ist zudem der Sonntag komplett ausgenommen.
Dass das Parken in der Stadt fast zu jeder Zeit Geld kostet, hat die Verwaltung lange vorbereitet. In den vergangenen Jahren und Monaten hat sie die Parkraumbewirtschaftung Schritt für Schritt auf alle Gebiete ausgeweitet. Dieses Vorhaben hat der Gemeinderat im Jahr 2020 beschlossen.
Tübingen will zehn bis 15 Millionen Euro jährlich einnehmen
Zu den Kosten, die mit den Umstellungen auf die Stadt zu kommen, machte die Tübinger Verwaltung keine Angaben. Ein Ziel ist dagegen gesteckt: Die Einnahmen sollen "jährlich auf zehn bis 15 Millionen Euro gesteigert werden", heißt es in einer Broschüre.
Zu den städtischen Einnahmen tragen nicht nur kurzfristige Parkscheine bei. Auch Anwohnerparkausweise werden in den Berechnungen einkalkuliert. Erst im Dezember 2024 stiegen die Preise dafür drastisch an.