Offensichtlich steckt die Antifa dahinter

Farbanschläge auf Häuser von AfD-Politikern in Reutlingen

An mehreren privaten Adressen von AfD-Politikern und ihrem Umfeld in Reutlingen sind Schmierereien aufgetaucht. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Sachbeschädigung.

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Von Autor/in Maren Seehuber

An drei Häusern von AfD-Politikern in Reutlingen hat es Schmierereien gegeben. Es gehe auch um das Haus seiner Mutter, sagte Maximilian Gerner (AfD) dem SWR am Montag. Außerdem sei auch sein Wohnhaus und das der Kreissprecherin der AfD, Melanie Feja, mit Farbe besprüht worden, so Gerner. Inzwischen hat er die Schmierereien entfernen lassen oder vorläufig mit Plastik überkleben lassen.

Die Polizei Reutlingen ermittelt wegen des Verdachts auf Sachbeschädigung und Beleidigung. Anlass der Farbanschläge war eine Veranstaltung der AfD am Samstagabend in Rommelsbach. Beide Politiker wurden an ihren Häusern mit Schriftzügen als "Nazis" beschimpft. Außerdem sollen Flyer an der Haustür und in den Briefkästen gefunden worden sein, die die Nachbarn warnen, dass die beiden "Faschisten" seien.

Antifa bekennt sich zu Taten in Reutlingen

Die Polizei Reutlingen hat dem SWR bestätigt, dass sie zu mehreren Fällen von Schmierereien ermittelt, machte aber zur Anzahl und den Geschädigten keine Angaben. Auch Bekennerschreiben der linken Gruppierung Antifa auf der offenen Plattform "Indymedia" zu allen drei Taten seien aufgetaucht. Die Polizei prüft derzeit die Echtheit dieser Bekennerschreiben.

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Maren Seehuber
Maren Seehuber ist Reporterin für Hörfunk und Online beim SWR im Studio Tübingen.

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