Neben Theatern aus Dresden, Weimar und Oberhausen erhält auch das Theater Lindenhof in Melchingen (Zollernalbkreis) den Theaterpreis des Bundes. Damit verbunden ist ein Preisgeld von 100.000 Euro. Laut Kulturstaatsminister Wolfram Weimer soll das Geld in weitere Programmarbeit und in die Verbesserung der Produktionsbedingungen fließen. Der Preis soll am 17. April bei einer Gala im Haus der Berliner Festspiele überreicht werden.
Theater sind Laboratorien der Demokratie. Sie schaffen Räume, in denen gesellschaftliche Fragen verhandelt, Konflikte sichtbar gemacht und neue Perspektiven eröffnet werden.
Freude auf der Schwäbischen Alb
Der Intendant Stefan Hallmayer und sein Ensemble sind begeistert, dass sie für ihre Arbeit und ihr Engagement diese Anerkennung finden. Dem SWR sagte er, dass man schon einige Preise gewonnen habe, aber noch keinen mit einer sechsstelligen Preissumme. Außerdem sei mit diesem Preis nicht nur ein einzelnes Stück geehrt worden, sondern das ganze Theater mit seiner Struktur. Das Geld wollen sie vor allem für die nächsten Produktionen nutzen.
Theater Lindenhof punktet durch Regionalität
Die Jury begründet ihre Wahl damit, dass das Theater Lindenhof "kritisches, poetisches Volkstheater mit einer klaren Bindung an Geschichte, Lebensrealitäten und kulturelle Identität der Region" darstellt. Außerdem soll gewürdigt werden, dass das Theater seit 1981, inzwischen getragen von einer Stiftung, Partnerkommunen und regionaler Förderungen, hochwertige künstlerische Arbeit produziere. Das Theater sei ein Ort der sozialen Begegnungen und für die darstellende Kunst im ländlichen Raum.