Frau überschlägt sich und wird verletzt

Schwertransport für Windpark muss nach einem Unfall Pause machen

Auf der Landstraße bei Gomadingen auf der Alb war es eigentlich aufregend genug: Dort wurde ein Rotorblatt für einen Windpark transportiert. Dann kam ein Unfall dazu.

Teilen

Stand

Von Autor/in Andrea Schuster

Eine junge Frau ist am Freitagmorgen bei einem Verkehrsunfall auf der Schwäbischen Alb schwer verletzt worden. Sie wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Laut Polizei war die 18-Jährige auf der Landesstraße zwischen Gomadingen und Offenhausen (Kreis Reutlingen) unterwegs, als sie vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit in einer Kurve von der Straße abkam. Ihr Auto überschlug sich mehrfach, und sie musste aus ihrem Auto befreit werden. Die Straße war deshalb zeitweise voll gesperrt.

Rettung und Unfallaufnahme bremsen Schwertransport aus

Wegen des Unfalls ist der Transport eines Rotorblatts zum Windpark Hohfleck bei Sonnenbühl-Undingen (Kreis Reutlingen) gestoppt worden. Das breite Fahrzeug musste in einer Nische warten und konnte erst eineinhalb Stunden später weiterfahren. Inzwischen ist es am Ziel angekommen.

Davor gab es auch immer wieder kleinere Staus an Kreuzungen, die für den Transport kurzzeitig gesperrt waren. Ein Mitarbeiter des Transportunternehmens sagte dem SWR, dass es in manchen der Albdörfer, die sie passieren, besonders eng zugehe.

Das Rotorblatt ist 74 Meter lang und 21 Tonnen schwer. Entsprechend viel Platz braucht der Transport. Es ist bereits das dritte Rotorblatt für den Windpark Hohfleck bei Sonnenbühl, das in dieser Woche verfrachtet wird.

Schaulustige beobachten Transport

Immer mehr Schaulustige beobachten vom Straßenrand aus, wie sich das riesige, längliche weiße Blatt die Straße entlang schiebt. "Das ist echt schön, vor allem, weil es so groß ist", sagt Luis, der den Kopf in den Nacken gelegt hat. "Das ist schon ein Erlebnis. Sowas sieht man nicht jeden Tag", schwärmt auch Josef Koschmieder, der das Geschehen filmt. "Kann man gar nicht beschreiben", staunt Nadia, die mit einer Freundin herbei geeilt ist.

Die Lastwagen mit den Windparkteilen starten in Münsingen am Truppenübungsplatz, morgens um neun Uhr. Dann fahren sie mit höchstens 15 Stundenkilometern über die Albhochfläche. Weil es manchmal nur im Schritttempo vorangeht, kommt es örtlich zu Verkehrsbehinderungen.

Ein über 40 Meter hohes Rotorblatt wird auf einem Transporter befördert. Durch einen Unfall ist der TRansport allerdings blockiert worden.
Zwischen Münsingen und Sonnenbühl (Landkreis Reutlingen) ist ein Schwertransport unterwegs. Der Konvoi bringt ein Rotorblatt zum Hochfleck in Sonnenbühl, wo ein Windpark entsteht.

Zu den Rotorblättern kommen dann noch die Türme. Die werden aber nur nachts transportiert. Hergestellt wurden die Windräder in den USA, dann lagerten sie in Dänemark, hat der SWR erfahren. Der Windpark Hohfleck soll Ende des Jahres mit der ersten Anlage in Betrieb gehen; insgesamt sind fünf Windräder geplant.

Sonnenbühl

Nach jahrelangem Widerstand bald Baubeginn Vorarbeiten für Windräder beim Schloss Lichtenstein starten

Gut zehn Jahre lang haben sich Menschen in Lichtenstein und Sonnenbühl gegen fünf Windräder auf dem Hohfleck gewehrt. Jetzt beginnen die Bauarbeiten.

Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Andrea Schuster
Andrea Schuster arbeitet in der aktuellen Redaktion des SWR in Tübingen

Unsere Quellen

Transparenz ist uns wichtig! Hier sagen wir Ihnen, woher wir unsere Infos haben!