Nach jahrelangem Widerstand bald Baubeginn

Vorarbeiten für Windräder beim Schloss Lichtenstein starten

Gut zehn Jahre lang haben sich Menschen in Lichtenstein und Sonnenbühl gegen fünf Windräder auf dem Hohfleck gewehrt. Jetzt beginnen die Bauarbeiten.

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Von Autor/in Harry Röhrle

Fünf Windräder sollen bei Sonnenbühl (Kreis Reutlingen) gebaut werden und über 15.000 Haushalte mit Strom versorgen. Jetzt werden die Fundamente dafür gelegt. Die Stadtwerke Tübingen, die den Windpark gekauft haben, gehen davon aus, dass die Teile für die Windräder ab September geliefert werden.

Lange Jahre wurde gegen Windräder geklagt

Die Firma Sowitec aus Sonnenbühl, die den Windpark geplant hat und auch baut, hat schon 2015 die Genehmigung beantragt. Die ist ihr aber zunächst versagt worden: Die Windräder würden den Blick auf Schloss Lichtenstein verstelle, hieß es. Doch Gerichte haben diesen Einwand abgelehnt ebenso die Klage einer Naturschutzorganisation wegen Gefährdung des Rotmilans. Der Betreiber hatte sich bereits dazu verpflichtet, die Anlagen während der Brutzeit des Greifvogels abzuschalten.

Planungen seit dem Jahr 2015

Bereits 2015 formierte sich vor allem in Lichtenstein-Holzelfingen Widerstand. Es wurde befürchtet, dass die Windräder den Blick auf das "Märchenschloss" Lichtenstein stören würden. Rund 200 Bürgerinnen und Bürger haben ihre Kritik zum Vorhaben persönlich formuliert. Weitere 700 Personen haben ihre Einwendungen auf vorgefertigten Formularen der Interessengemeinschaft gegen den Bau des Windparks vorgebracht.

Die Windräder haben eine Nabenhöhe von 123 Metern und einen Rotordurchmesser von 150 Metern. Jedes Windrad hat eine Leistung von 4,2 MW. Ende 2025 soll der Windpark bei Sonnenbühl in Betrieb gehen, so die Betreiber.

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