Dreizehn Telefonzellen der Telekom stehen seit langem ungenutzt in Tübingen. Anfang 2023 hat die Telekom die letzte außer Betrieb genommen. Das Bonner Kommunikationsunternehmen hat zugesagt, bis Ende 2025 alle Telefonzellen abzubauen. Dazu kam es aber nicht. Einen neuen Termin hat die Telekom der Stadtverwaltung Tübingen nicht genannt.
Tübingen will Sondernutzungsgebühr von Telekom verlangen
Tübingen will die Telefonzellen aber so schnell wie möglich loswerden: Sie sind, wie die Stadt sagt, ein "Schandfleck". Die meisten sind besprüht mit Graffiti, verdreckt oder als Pissoir zweckentfremdet. Sie seien in einem schlechten Zustand, so eine Sprecherin der Stadt. Die Fläche könnte man sinnvoller nutzen. Und genau hier setzt die Stadt an: um Druck zu machen, will die Stadt Tübingen von der Telekom eine Art Miete verlangen. Für die von der Telekom beschlagnahmten Flächen. Wie hoch die sogenannte Sondernutzungsgebühr sein soll und ab wann sie greift, ist noch nicht klar.
Telekom gibt langem Genehmigungsverfahren die Schuld
Aber warum sind die Telefonzellen noch nicht längst abgebaut? Die Telekom argumentiert mit den langen Genehmigungsverfahren der Kommunen, die einen schnellen Abbau offenbar behindern. Deshalb ist noch völlig unklar, wann die Telefonzellen in Tübingen abgebaut werden sollen.